Panorama

Waldbrände in Kalifornien Gefährlicher Rauch - Yosemite-Park schließt

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Rauch vernebelt den Blick auf die imposanten Granitfelsen im Yosemite-Park.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Wegen der in Kalifornien tobenden Waldbrände macht eines der beliebtesten Ausflugsziele dicht: Der Yosemite-Nationalpark wird wegen zu starker Rauchbelastung ab sofort für Besucher geschlossen. Auch andere bei Touristen beliebte Regionen leiden unter den Feuern.

Der beliebte Yosemite-Nationalpark im kalifornischen Sierra-Nevada-Gebirge wird wegen Rauchs von Waldbränden in der Umgebung dicht gemacht. Die Parkregion werde für Besucher bis auf Weiteres geschlossen, gab die Verwaltung kurzfristig bekannt. Die Rauchbelastung habe gesundheitsschädliche Ausmaße erreicht, hieß es zur Begründung.

Seit Mitte August toben an der US-Westküste Dutzende Feuer, einige auch in den Bergen der Sierra Nevada. Wegen Waldbrandgefahr und Rauchbelastung waren schon Anfang September zahlreiche Nationalforste für Besucher gesperrt worden. Betroffen sind auch Touristenziele wie der für seine Mammutbäume bekannte Sequoia National Forest und der Raum um den 4421 Meter hohen Mount Whitney, der höchste Berg in den USA außerhalb Alaskas.

Der für seine Wasserfälle und imposanten Granitfelsen wie El Capitan und Half Dome bekannte Yosemite-Park lockt jährlich mehr als vier Millionen Besucher an. Nur selten wird die Touristenattraktion geschlossen. Das war zuletzt im März mit Beginn der Corona-Pandemie der Fall. Die Maßnahmen waren erst im Juni gelockert worden. 2018 hatten schwere Waldbrände den Zugang zum Yosemite-Tal versperrt. Die mehrwöchige Schließung des Parks war damals vor allem wegen der starken Rauchbelastung notwendig.

Bereits mindestens 35 Todesopfer

Die verheerenden Brände in Kalifornien sowie den nördlichen Nachbarstaaten Oregon und Washington haben riesige Flächen Land und tausende Gebäude zerstört. Mindestens 35 Menschen starben, es werden weitere Todesopfer befürchtet.

Doch an der brennenden US-Westküste gibt es an anderer Stelle auch Entwarnung. Der Raum San Francisco war am Mittwoch erstmals seit Wochen nicht mehr in dichten, gesundheitsschädlichen Rauch gehüllt. Am Donnerstag wollten die Behörden von einem Warnhinweis für die Bevölkerung absehen. Zuvor hatten sie mehr als 30 Tage in Folge vor bedenklicher Luftverschmutzung gewarnt, ein Rekordwert in der Westküstenmetropole.

Quelle: ntv.de, kst/dpa