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Fünf Häftlinge in Mexiko geköpft Gefängniskrawalle enden in Blutbad

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Das Militär musste das Gelände rund um das Gefängnis in Acapulco sichern.

(Foto: AP)

Einst als Urlaubsparadies bekannt, versinkt das mexikanische Acapulco derzeit im Drogenkrieg. Eine Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Banden im örtlichen Gefängnis endet nun mit 28 Toten. Der Konflikt wird äußerst brutal ausgetragen.

Zwei rivalisierende Banden haben sich in einem Gefängnis in Mexiko blutige Kämpfe geliefert. Dabei sind 28 Häftlinge ums Leben gekommen. Die Inhaftierten gingen dabei äußerst brutal vor. Fünf der Opfer wurden nach Angaben der Behörden geköpft.

Die Krawalle waren im Hochsicherheitstrakt der Haftanstalt von Acapulco ausgebrochen. Dort sind zahlreiche Schwerverbrecher mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen untergebracht. Während der Ausschreitungen riegelte das Militär das Gefängnis und das umliegende Gelände ab. Auch der Luftraum wurde durch Hubschrauber überwacht. Mittlerweile habe die Polizei aber wieder alles unter Kontrolle.

Bei den rivalisierenden Bandenmitgliedern soll es sich um Anhänger des Unabhängigen Kartells von Acapulco und der Beltrán-Leyva-Bande handeln. "Wir haben hier ein großes Problem mit dem Drogenhandel", sagte der Sprecher der Sicherheitsbehörden, Roberto Álvarez Heredia. "Diesmal ist es innerhalb eines Gefängnisses geschehen. Wir verurteilen den Vorfall und werden ihn konsequent aufklären." Ermittlungen laufen demnach auch gegen das Gefängnispersonal.

Das Image des Urlaubsorts hat Acapulco längst verloren, denn aus Angst bleiben die Touristen aus. Mit jährlich 113 Morden je 100.000 Einwohnern ist Acapulco die zweitgefährlichste Stadt der Welt außerhalb von Kriegsgebieten. Nach der Festnahme oder Tötung mächtiger Kartellbosse tobt in einigen Verbrechersyndikaten ein blutiger Kampf um die Nachfolge. Außerdem mischen immer mehr kleinere Banden bei Drogenhandel und Schutzgelderpressung mit.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/AFP

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