Panorama

Verletzte in Kirchheim Geländewagen fährt in Gruppe Jugendlicher

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Gegen den Fahrer des Wagens wird wegen des Anfangsverdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt.

(Foto: imago/7aktuell)

Im baden-württembergischen Kirchheim rast ein Geländewagen in eine Gruppe von Jugendlichen. Einen Terrorakt schließen die Behörden schnell aus. Der Täter ist ein wütender Gastwirt, der Auslöser wohl eine zerbrochene Fensterscheibe.

Nach einem Streit hat ein wütender Gastwirt in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg zwei Jugendliche mit seinem Auto angefahren und dabei leicht verletzt. Motiv für die Tat soll gewesen sein, dass ein 16-Jähriger aus der Gruppe zuvor eine Fensterscheibe des Gasthauses eingetreten haben soll, wie die Polizei in Reutlingen am Sonntag mitteilte. Gegen den 48 Jahre alten Wirt wurde ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

Der Polizei zufolge verschwanden die Jugendlichen von der Gastwirtschaft, nachdem die Scheibe zerstört war. Der Wirt habe sich daraufhin in sein Auto - einen Jeep - gesetzt und sich auf die Suche gemacht. Nachdem er das Trio auf einem Gehweg stehend entdeckt habe, sei er über die Gegenfahrbahn und einen Grünstreifen hinweg auf die drei zugefahren. Dabei soll er den 16 Jahre alten Fenstertreter und einen 17-Jährigen erfasst und leicht verletzt haben. Ein 20-Jähriger habe dem Auto ausweichen können, sich dabei aber ein Bein verstaucht.

Der Wirt sei im Anschluss geflüchtet, jedoch schnell von der Polizei ermittelt worden. Gegen den 16-Jährigen werde ebenfalls ermittelt, bei ihm laute der Vorwurf auf Sachbeschädigung. Da es widersprüchliche Angaben zu der Autoattacke des Gastwirts gebe, suchte die Polizei dringend Zeugen.

Wie die "Bild" berichtete, beging der Wirt  nach der Attacke zunächst Fahrerflucht. Später kehrte er aber zum Tatort zurück, wo er von der Polizei festgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nun zu dem Vorfall. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Behörden allerdings bereits aus.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/AFP

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