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Aus einem Geldtransporter sind mehr als zwei Millionen Euro verschwunden. Hier am Parkplatz Rehbrook-Ost hatten die Fahrer Pause gemacht, nachdem einem von ihnen unwohl geworden war.
Aus einem Geldtransporter sind mehr als zwei Millionen Euro verschwunden. Hier am Parkplatz Rehbrook-Ost hatten die Fahrer Pause gemacht, nachdem einem von ihnen unwohl geworden war.(Foto: dpa)
Freitag, 26. Januar 2018

Mysteriöser Fall bei Kiel: Geldtransporter verliert 2,3 Millionen Euro

Wie können mehr als zwei Millionen Euro aus einem schwer gesicherten Geldtransporter spurlos verschwinden? Polizisten aus Kiel stehen vor einem Rätsel. Fest steht: Einer der Fahrer klagte über Unwohlsein und verließ das Fahrzeug bei einem Zwischenstopp.

Die Geschichte klingt verrückt: Aus einem Geldtransporter sind in Schleswig-Holstein mehr als 2 Millionen Euro verschwunden. Insgesamt fehlten etwa 2,3 Millionen Euro, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel. Es seien Ermittlungen aufgenommen worden.

Nach einem Bericht der "Kieler Nachrichten" wurde der Verlust auf dem Betriebsgelände eines Sicherheitsunternehmens bei Kiel bemerkt. Wie das Geld verschwinden konnte, ist noch völlig unklar. Unbekannt ist bislang auch, wem das Geld gehört. Als Mitarbeiter der Firma den Verlust bemerkten, gerieten zunächst die beiden Fahrer in Verdacht. "Es befindet sich derzeit niemand in Haft", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler auf Anfrage. "Wir versuchen, alle Fakten zusammenzutragen."

Nach Informationen der Zeitung war der Geldtransporter mit mehreren Kassetten voller Bargeld am Mittwoch in Hamburg gestartet. Auf der Fahrt nach Kiel habe die Besatzung des Wagens an der Autobahn 21 auf einem Rastplatz eine Pause gemacht. Einem der beiden Fahrer sei unwohl gewesen und er habe das Fahrzeug verlassen müssen. Als dann die Geldkassetten in Kiel entladen werden sollten, sei ein Teil der Ladung verschwunden gewesen. "Auf der Fahrt hat der Wagen gehalten", sagte Oberstaatsanwalt Bieler. Weitere Angaben zu dem Stopp machte er nicht. Am Freitag hielten sich Beamte der Kriminalpolizei auf dem Rastplatz auf.

Da der Geldtransporter mit moderner Überwachungstechnik ausgestattet ist, hoffen die Ermittler auf wichtige Hinweise, heißt es in dem Bericht der "Kieler Nachrichten" weiter. Auch wenn die Fahrer automatisch unter Verdacht gerieten, gebe es durchaus Indizien für ganz andere Szenarien. Die Beamten prüften auch alle denkbaren Möglichkeiten, wie sich Täter möglicherweise von außen unbemerkt Zugang zum Wagen verschafft haben könnten. Auch die plötzliche Übelkeit des einen Fahrers sei den Angaben zufolge Gegenstand der Ermittlungen.

Quelle: n-tv.de