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Fünf Millionen Euro in Bitcoins Gericht verurteilt Lidl-Erpresser

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Die beiden Angeklagten belasteten sich gegenseitig.

(Foto: dpa)

Sie spritzen Pflanzenschutzmittel in Lidl-Produkte und fordern fünf Millionen Euro von dem Discounter. Doch bevor die Summe in Bitcoin überwiesen werden kann, sind sie schon gefasst. Nun fällt das Urteil gegen die Erpresser.

Das Dortmunder Landgericht hat zwei Männer wegen der Erpressung des Lebensmittel-Discounters Lidl zu jeweils zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten in mehreren Filialen in Dortmund, Wuppertal und dem Rheinland vergiftete Produkte in die Regale gestellt hatten.

Sie spritzten demnach Pflanzenschutzmittel in Zahnpasta, Nougatcreme und Dominosteine. Die Dosierung war dem Gericht zufolge aber so gering, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für Verbraucher bestand. Vier Monate lang schickten die Männer immer neue Erpresserbriefe und platzierten immer wieder vergiftete Produkte in Verkaufsregalen in Dortmund, Wuppertal, Bonn und Königswinter.

Die beiden 45 und 46 Jahre alten Männer forderten von dem Lebensmittel-Discounter fünf Millionen Euro in der Internetwährung Bitcoin. Zur Auszahlung der Summe kam es jedoch nicht. Die Polizei kam den Männern durch einen Tipp aus ihrem persönlichen Umfeld auf die Spur. Die Angeklagten hatten die Tat bis zuletzt bestritten, sich aber gegenseitig schwer belastet.

Die Männer haben bereits wegen anderer schwerer Verbrechen viele Jahre im Gefängnis gesessen. Dort haben sie sich kennengelernt. Ingolf V. wurde 2007 nach einer 15-jährigen Haftstrafe wegen Mordes entlassen. Ali Ö. soll in Waffen- und Drogengeschäfte verstrickt gewesen sein.

Quelle: n-tv.de, sba

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