Panorama

Wetterwoche im SchnellcheckGewitter-Front löst Kurzzeit-Sommer ab

03.05.2026, 15:15 Uhr
imageVon Rainer Buchhop
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Tief "Zuhal" bringt einiges an Regen in die Regionen. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Mit Tief "Zuhal" findet der Vorgeschmack auf den Sommer ein jähes Ende. Doch zum Wochenstart herrscht zunächst ein deutlicher Unterschied zwischen den Regionen: Während es im Norden deutlich kühler wird, bleibt es im Süden noch sommerlich warm.

Hoch "Winfried" hat sich unter Abschwächung Richtung Balkan und Schwarzes Meer verabschiedet und der Tiefdruckkomplex "Zuhal" mit mehreren Teiltiefs übernimmt die Regie beim Wetter. An den Küsten fließt dabei schon kühlere Luft von der Nordsee und aus Skandinavien ein, während sich sonst noch die vor Ort erwärmte und teils aus Südeuropa eingeflossene Warmluft hält, die aber mit dem zunehmenden Tiefdruckeinfluss immer mehr anfeuchtet. In einem Streifen zwischen der Mitte und dem Norden strömen die beiden Luftmassen zusammen und dort sind am Montag kräftige Gewitter möglich.

Am Dienstag und Mittwoch kommt aus Norden die kältere Luft langsam bis zur Mitte voran und am Donnerstag wird die noch über der Südosthälfte lagernde feuchtwarme Luft auch dort ausgeräumt. Damit verschieben sich von Tag zu Tag die Regen- und Gewitterschwerpunkte. Für die Natur bringt die sich nur langsam verlagernde Luftmassengrenze den ersehnten Regen. Bis Donnerstag fallen verbreitet 15 bis 50 Liter pro Quadratmeter. Bei Gewittern mit Starkregen und in Staulagen der Gebirge können auch bis zu 80 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Am Freitag und am Wochenende wird es von Süden her wieder wärmer. Eine stabile Lage stellt sich aber auch dann nicht ein. Insgesamt geht es wechselhaft weiter.

Nacht:

Am Abend sind im Nordwesten, besonders vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein, noch kräftige Gewitter möglich, die bis Mitternacht oder kurz danach aber größtenteils nach Dänemark abziehen. Sonst gibt es oft ein unaufgeräumtes Bild. In manchen Regionen sind noch einzelne Schauer, anfangs örtlich mit Blitz und Donner, unterwegs, in anderen bleibt es bei mal mehr, mal weniger Auflockerungen überwiegend trocken. Vor allem vom Westen bis in die Mitte kann sich stellenweise Nebel bilden. Dabei gehen die Temperaturen auf 15 Grad in Berlin und bis 8 Grad in Oberschwaben, beispielsweise in Pfullendorf oder Sigmaringen, zurück.

Montag:

Am Vormittag kann einerseits im Norden an der von den Küsten ins Land wandernden Kaltfront und andererseits im Westen am Ausläufer von Tief "Zuhal" etwas Regen fallen. Sonst ist es nach regionalem Morgennebel überwiegend trocken und im Südosten setzt sich die Sonne zeitweise recht gut durch. Am Nachmittag bilden sich zunächst in Nordrhein-Westfalen teils kräftige Gewitter, die am Abend Südniedersachsen erreichen und sich später auch auf Sachsen-Anhalt und den Raum Berlin ausweiten können. An den Küsten bleibt es meist trocken und im Norden Schleswig-Holsteins ist längerer Sonnenschein möglich. Auch im Südosten setzen sich die freundlichen Phasen fort.

Lokale Gewitter in Südbayern ziehen eher vom Allgäu und dem Münchner Raum nordwärts. Vom Südwesten bis in die Mitte ist es wechselhaft mit Schauern. Bei den Temperaturen gibt es große Gegensätze: An der Nordsee fließt mit Nordwestwind bereits kühlere Luft ein und dort werden nur noch um 12 Grad erreicht. In Niederbayern geht es dagegen mit nennenswertem Sonnenschein in der sommerlichen Luft bis 27 Grad hoch.

Dienstag:

Vom Süden bis in die Mitte bilden sich in der noch sommerlichen Luftmasse teils kräftige Regengüsse und Gewitter. Nördlich davon schließt sich ein Regenstreifen an, an den Küsten bleibt es aber trocken. Besonders an der Nordsee ist auch die Sonne dabei, und in Nordfriesland sind sogar um die zehn Sonnenstunden möglich. Allerdings weht von der Nordsee bis in die Weser-Ems-Region ein frischer Nordwind. Die Luftmassengrenze verläuft etwa von der Eifel bis nach Berlin. Nördlich davon liegen die Höchstwerte bei 11 bis 15 Grad und südlich davon bei 17 bis 25 Grad.

Mittwoch:

Die Gewitter wandern in den Süden und die kühle Luft kommt in der Mitte an. In den dortigen Mittelgebirgen werden nur noch rund 9 Grad erreicht, im Norden liegen die Höchstwerte bei 10 bis 13 Grad. In der kühlen Luft wird es an der Nordsee allerdings recht freundlich. Ansonsten reichen die dichten Regenwolken aber von der Mitte bis ins norddeutsche Tiefland.

Donnerstag:

Der teils noch kräftige Regen zieht über den Südosten ab. Andernorts lassen die Schauer nach und gelegentlich kommt die Sonne durch. An den Küsten setzt sie sich besser durch und dort bleibt es meist trocken. Die Höchstwerte liegen bei knapp 9 Grad im Erzgebirge, um 13 Grad an den Küsten, 15 Grad von Hannover bis Berlin und bis 19 Grad am Oberrhein.

Freitag:

Bei einem Mix aus Sonne und Wolken bilden sich nur regional einzelne Schauer und es wird wieder wärmer: 15 Grad in Flensburg und bis 22 Grad in Freiburg.

Wochenende:

Bei einem Wechsel aus Sonne und Wolken ziehen zeitweise Schauer und Gewitter durch. Mit 17 bis 24 Grad wird es noch etwas wärmer.

Quelle: ntv.de

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