Panorama

Tödlicher Zwischenfall im Zoo Giraffe stranguliert sich in einer Astgabel

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Giraffen haben durch ihre langen Hälse den Überblick.

(Foto: imago/Xinhua)

Giraffen haben dank ihres langes Halses den Überblick und können Hindernissen gut ausweichen. Mit diesem Wissen ist der Anblick, der sich Besuchern und Pflegern in einem Zoo in den Niederlanden bietet, umso schwerer. Ein Tier hängt leblos in einer Astgabel.

Eine Giraffe hat sich in einem niederländischen Zoo in Kerkrade unweit der Grenze zu Deutschland den Hals in einer Astgabel eingeklemmt und ist gestorben. Dies teilte Zoodirektor Rob Huppertz mit. Die Giraffe namens "Philani" sei am Samstagmorgen vermutlich gestolpert, während sich ihr langer Hals in der Astgabel befand. Es sei ihr dann nicht mehr gelungen, sich selbst aus der misslichen Lage zu befreien.

Weil sich andere Giraffen in direkter Nähe befanden, hätten Pfleger das Tier nicht schnell genug retten können, hieß es in einer Erklärung weiter. Als die Tierpfleger schließlich Zugang zu dem Tier hatten, war es bereits tot.

Huppertz erklärte, der Baum stehe dort seit mehr als zehn Jahren, ohne dass jemals etwas passiert sei. Ein Teil des Zoos musste nach dem dramatischen Vorfall für mehrere Stunden für Besucher gesperrt werden. Huppertz: "Das war kein schöner Anblick, schon gar nicht für Kinder."

"Philani" war ein junges Tier. Das Giraffen-Weibchen wurde als zehnter Nachwuchs ihrer Art im Frühling 2014 im GaiaZoo geboren. Giraffen gelten als sanfte Pflanzenfresser. Ausgewachsene, gesunde Tiere haben in freier Wildbahn kaum Feinde. Jungtiere dagegen sind beliebte Beute für Raubtiere. Aus diesem Grund erreichen nur 25 bis 50 Prozent der Jungtiere das Erwachsenenalter.

Quelle: ntv.de, dpa/jaz