Panorama

Lkw stecken auf Autobahn festBlitzeis und Schnee sorgen für gefährliche Glätte

26.01.2026, 03:31 Uhr
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Heftige Schneefälle im Südwesten, im Norden und Osten Glatteis: Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Pendler und Autofahrer müssen sich wappnen, warnt der Wetterdienst.

Starker Schneefall und Eisregen behindern in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr. Stellenweise ist es gefährlich glatt, weil sich Regen auf gefrorenen Böden in Eis verwandelte. So sind in Berlin Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger für den morgendlichen Weg zur Arbeit zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Polizei und Berliner Stadtreinigung (BSR) warnten vor extremer Glätte. Auch im Schienenverkehr kommt es zu Behinderungen.

In Berlin wurde etwa der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin warnen die Meteorologen vor Glatteis. Regional wird extremes Unwetter nicht ausgeschlossen.

Die Glatteis-Situation entspanne sich tagsüber wegen gefrorener Böen nur zögerlich. Auch in Südostbayern und Ostsachsen bestehe weiter Gefahr durch überfrierende Nässe. Dagegen bringe weniger Regen und ein Temperaturanstieg in Sachsen und Südbrandenburg vorübergehende Entspannung.

Im Südwesten müsse teils mit "unwetterartigen Neuschneemengen" durch ergiebigen Schneefall gerechnet werden, hieß es weiter. Neuschneemengen von 10 bis 20 Zentimetern innerhalb von 12 Stunden seien regional zu erwarten. Es bestehe die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Die Feuerwehr in Stuttgart warnte bereits am Sonntagabend vor Straßenglätte durch Schneefall. "Wir haben die ersten Einsätze wegen des Schneefalls und rüsten die ersten Einsatzfahrzeuge mit Schneeketten aus", erklärte die Feuerwehr.

Im morgendlichen Berufsverkehr müsse teils mit erheblichen Behinderungen durch schneebedeckte Straßen gerechnet werden, teilt Meteorologe Markus Übel mit. Probleme könne es auf den Straßen und den Schienen geben. Vor allem im östlichen Baden-Württemberg bis ins westliche und nördliche Franken sind stellenweise 15 bis 25 Zentimeter möglich.

Lkw bleiben im Schnee stecken

Bei der baden-württembergischen Stadt Weinsberg im Landkreis Heilbronn blieben in der Nacht 15 bis 20 Fahrzeuge auf einer Autobahnüberleitung im Schnee stecken - darunter vor allem Lastwagen. Die Überleitung von der A6 auf die A81 Richtung Stuttgart war deshalb zwischenzeitlich gesperrt, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn mit. Für Autos sei die Strecke mittlerweile wieder freigegeben. Der Winterdienst räume derzeit Schnee. Um die Lastwagen abzutransportieren, sei auch das technische Hilfswerk (THW) im Einsatz, so der Sprecher. Wie lange die Sperrung für Lastwagen anhält, war zunächst unklar.

Bei Nürnberg geriet ein Auto in der Nacht auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam von einer abschüssigen Straße ab, geriet auf das Gelände der Kirche und stieß gegen eine Treppe am Gebäude, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Rettungskräfte brachten den 34-Jährigen leicht verletzt ins Krankenhaus

Im Norden schneit es weiter

Der Wetterdienst erwartet auch tagsüber leichten bis mäßigen Schneefall. "Im Norden kann es auch noch teils kräftig schneien, sodass weiterhin Schneeglätte zu erwarten ist", erklärt Meteorologe Übel. "Auch im Nordosten geht der anfangs gefrierende Regen in Schnee über, sodass auch dort einige Zentimeter Neuschnee möglich sind."

Der Westen bleibe weitgehend verschont. Westlich des Rheins seien kaum Niederschläge zu erwarten, gleichzeitig ist es hier mit zwei bis fünf Grad am mildesten, am Oberrhein sind sieben Grad möglich. Für die übrigen Landesteile erwartet der DWD minus ein bis plus zwei Grad.

Auch in der Nacht auf Dienstag schneit es gebietsweise weiter, die Intensität lässt aber nach. Glätte durch Schnee, Schneematsch und gefrierende Nässe sind aber weiter möglich.

Quelle: ntv.de, lwe/mau/dpa/AFP

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