Panorama

155 Jahre Pony-ExpressGoogle bringt den Wilden Westen ins Büro

14.04.2015, 08:40 Uhr

Cursor rauf, Cursor runter - und schon wieder von der Lawine erwischt! Durch Deutschlands Büros hallen heute wilde Flüche: Das Google Doodle zum 155. Jubiläum des Pony-Express raubt so manchem den letzten Nerv.

Heute schon etwas bei Google gesucht? Wenn ja, dann haben Sie sicher schon ein paar Dutzend Briefe zugestellt, sind durch die Prärie geritten und haben die Höhenzüge des Mittleren Westens überquert. Ein einfaches Browser-Spiel bindet heute die Arbeitskraft Abertausender Büroarbeiter. Das heutige Google Doodle, also das Design der Suchmaschine, befasst sich mit dem Pony-Express - einem der Urmythen der USA.

Worum geht es? Vor genau 155 Jahren erreichte ein Reiter mit seinem Pferd die kalifornische Stadt Sacramento. Er hatte einen weiten Ritt hinter sich: Die Post, die er bei sich hatte, kam aus St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri. Der tapferer Bote war Teil der Reiterstaffel, die unter dem Namen Pony-Express zur Legende werden sollte.

3100 Kilometer trennen St. Joseph und Sacramento. Zwischen den beiden Orten durchquerten die Reiter den Nordost-Zipfel von Kansas, die Staaten Nebraska und Wyoming, die salzigen Ebenen Uthas und die Hohenzüge Nevadas. Von Sacramento aus wurde die Post schließlich per Schiff weiter nach San Francisco befördert.

Buffalo Bill wird beim Pony-Express groß

Alle 80 bis 300 Kilometer stand ein neues Pferd nebst Reiter, um die Fracht zu übernehmen. Unterwegs gab es alle etwa 20 Kilometer eine Zwischenstation, bei der sich die Reiter melden mussten. Der Grund: Die Reise mit der oft wertvollen Eilpost war gefährlich. Deshalb beschäftigte der Pony-Express vornehmlich junge Männer oder Jugendliche, oft waren sie Waisen. Der berühmteste von ihnen war Buffalo Bill, der später als Wild-West-Entertainer bekannt wurde.

An all das will heute Google erinnern. Echtes Wild-West-Feeling im Büro will dabei zwar nicht so richtig aufkommen. Ein netter Zeitvertreib ist er aber trotzdem. Aber jetzt, husch husch, zurück an die Arbeit!

Quelle: ntv.de, jog

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