Panorama

Ziel Madrid ist nicht mehr weit Greta Thunberg geht in Lissabon an Land

Nach ihrer fast dreiwöchigen Transatlantikreise kommt Greta Thunberg in Lissabon an. Damit wird sie es auch auf die Klimakonferenz in Madrid schaffen. Sie will schon am Freitag an einer Großdemo teilnehmen.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat nach ihrer Atlantiküberquerung wieder das europäische Festland erreicht. Der Katamaran "La Vagabonde" mit der 16-Jährigen an Bord lief am Nachmittag bei strahlender Sonne in einen Hafen der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ein. Empfangen wurde sie von Dutzenden Anhängern, einigen Trommlern und dem Bürgermeister von Lissabon, Fernando Medina.

Nach ihrer Ankunft bedankte sich Thunberg bei ihren Unterstützern. Nach Wochen der Isolation auf dem Schiff fühle es sich toll an wieder in Europa zu sein, sagte sie. Thunbergs Ankunft hatte sich wegen lauer Winde vor Ort um mehrere Stunden verzögert. Am frühen Morgen hatte sie in den sozialen Netzwerken ein Foto der noch in Dunkelheit getauchten portugiesischen Küste gepostet.

Mit ihrer Ankunft in Lissabon ist Thunberg nicht mehr weit von ihrem eigentlichen Ziel Madrid entfernt. Sie will in die spanische Hauptstadt reisen, um dort an der geplanten Großdemo anlässlich des UN-Klimagipfels teilzunehmen. Madrid liegt 600 Kilometer von Lissabon entfernt. Thunberg nutzt in der Regel Züge, um weite Strecken zu fahren.

*Datenschutz

Für Thunberg war es bereits der zweite Transatlantik-Törn innerhalb von vier Monaten. Sie hatte auf dem Katamaran eines australischen Paares eine Mitfahrgelegenheit aus den USA zurück nach Europa gefunden und war fast drei Wochen unterwegs. Das australische Seglerpaar Riley Whitelum und Elayna Carausu hatte sich vor der Rückreise auf einen Tweet der jungen Schwedin gemeldet, in dem sie nach einer Mitfahrgelegenheit nach Europa gefragt hatte.

Whitelum und Carausu segeln nach eigenen Angaben auf der "Vagabonde" um die Welt. Auf der Hinfahrt hatten Thunberg der norddeutsche Segelprofi Boris Herrmann und sein Co-Skipper Pierre Casiraghi mit einer Hochsee-Rennjacht in nur 14 Tagen über den Ozean gebracht.

Die junge Schwedin war unter anderem für die in Chile geplante Weltklimakonferenz, die dann wegen der dortigen Unruhen nach Madrid verlegt wurde, nach Amerika gereist. Wie genau Thunberg weiterreist, hat sie noch nicht bekannt gegeben. Der Gipfel, der am Montag begann, dauert noch bis mindestens 13. Dezember.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa/jpe