Anwohner werden evakuiertGroßbrand bricht in japanischer Werft aus

Über der japanischen Stadt Kure steigen riesige Rauchwolken auf. Auf einer Abwrackwerft breitet sich ein Feuer über ausrangierte Schiffe und Abfall aus. Anwohner müssen die Stadt verlassen, während Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen kämpfen.
In einer Werft zum Abwracken von Schiffen in der westjapanischen Stadt Kure ist ein Großbrand ausgebrochen. Auf Fernseh- und Fotoaufnahmen ist zu sehen, wie riesige schwarze Rauchwolken aus dem betroffenen Areal in der Provinz Hiroshima aufsteigen. Die Behörden haben eine Evakuierung von über 350 Haushalten angeordnet, wie der japanische Fernsehsender TV Asahi berichtete. Tote oder Verletzte sind demnach bislang nicht gemeldet worden.
Ein 80-jähriger Anwohner berichtet dem japanischen Sender "NHK", er habe gegen Mittag Flammen aufsteigen sehen und einen lauten Knall gehört, als wäre etwas explodiert. "NHK" meldet zudem, das Wasserwerk der Stadt Kure setze derzeit Leitungswasser zur Brandbekämpfung ein, weshalb es zu Ausfällen in der Versorgung komme.
Ein Foto von einem Hubschrauber der Nachrichtenagentur Kyodo News zeigte den Brand auf dem Schiffsabwrackgelände von oben. Normalerweise sieht es auf der Werft ruhiger aus:
Das Feuer soll sich zunächst zur Mittagszeit von ausrangierten Schiffen und Abfallmaterialien ausgebreitet haben. Die Löscharbeiten sind im Gange. Die genaue Ursache für das Feuer ist bislang nicht bekannt.