Verdacht auf BrandstiftungGroßflächiger Stromausfall im Südwesten Berlins

In Teilen des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf ist wegen eines Feuers der Strom ausgefallen. Zehntausende Haushalte und Gewerbe sind betroffen. Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlicher Brandstiftung.
Nach dem Brand einer Kabelbrücke ist im Südwesten Berlins für 50.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe der Strom ausgefallen. Die Zahlen nannte der Betreiber Stromnetz Berlin auf Anfrage. "Wann genau der Strom wieder fließt, ist noch unklar", sagte Unternehmenssprecher Henrik Beuster. Die Versorgung werde schrittweise wieder hergestellt. Betroffen seien Haushalte und Unternehmen in Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde, teilte die Stromnetz Berlin auf X mit.
Ursache sei der Brand einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, der mehrere Kabel zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde beschädigt habe. Das Feuer sei inzwischen gelöscht. Die Brandursache sei noch unklar, sagte der Sprecher. Es werde wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt, erklärte die Polizei auf X.
Betroffen seien auch mehrere Einrichtungen, denen jetzt geholfen werde, darunter mindestens ein Pflegeheim. Von der Dimension ist der Stromausfall nach Angaben von Stromnetz Berlin vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort sprach der Betreiber von zunächst 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten.