Panorama

829. Hafengeburtstag beginnt Großsegelschiffe laufen in Hamburg ein

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Das russische Segelschulschiff "Kruzenshtern" läuft in Hamburg ein - es wurde nach dem deutsch-baltischen Kapitän und russischen Admiral Adam Johann von Krusenstern benannt. Es lief gar nicht weit von Hamburg vom Stapel - 1926 in Wesermünde (heute Bremerhaven) unter dem Namen "Padua". Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie als Reperationsleistung an die Sowjetunion.

(Foto: dpa)

Es ist wieder so weit, Hamburg feiert den Hafengeburtstag. Bei der traditionellen Schiffsparade sind diesmal vier Großsegler zu sehen, darunter das größte Schiff dieser Bauart weltweit. Die Besucherzahlen könnten über dem Durchschnitt liegen.

Mit Glockenschlägen und Salutschüssen hat am Donnerstag der 829. Hamburger Hafengeburtstag begonnen. Bürgermeister Peter Tschentscher gab an den Landungsbrücken mit dem traditionellen Einläuten den Startschuss. Anschließend zogen mehr als 100 Schiffe bei starkem Wind in den Hafen ein. Angeführt wurde die Parade von der Fregatte "Augsburg".

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Auch die "Alexander von Humboldt" war mit dabei, bekannt aus einer alten Bierwerbung.

(Foto: REUTERS)

Zuvor gab es bereits einen ökumenischen Eröffnungsgottesdienst im Michel unter dem Motto "Die Hoffnung ist der Anker der Welt". Dies sei passend, da der Hafen auch immer ein Ort der Träume und der Hoffnung auf ein besseres Leben gewesen sei, sagte Tschentscher. Das diesjährige Partnerland des weltgrößten Hafenfests ist Südafrika. Zur Einlaufparade wurde zudem die Stadthymne "Stadt Hamburg an der Elbe Auen" gesungen.

"Seit über 800 Jahren ist der Hafen eine wichtige Säule unserer Wirtschaft und unseres Wohlstands", sagte Tschentscher. "Alles, was maritim vertreten ist an Fahrzeugen, haben wir während des Hafengeburtstags gebündelt hier", sagte der stellvertretende Hafenkapitän Andreas Brummermann. Zu den Stars der Parade gehören etwa vier Großsegler; unter ihnen die "Sedov", das laut Brummermann größte noch fahrende Segelschiff der Welt.

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Noch eine Russin: die "Mir".

(Foto: dpa)

Bis kurz vor Eröffnung des Events hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunächst Gewitter erwartet. "Es war, als ob ein Schutzschild über dem Hafengeburtstag gelegen hätte", sagte DWD-Meteorologe Robert Scholz. In und um Hamburg kam es zu schweren Gewittern und zahlreichen Feuerwehreinsätzen, doch die Landungsbrücken blieben bis auf einige Tropfen von starken Regenfällen verschont. Viele Gangways hatten bereits vor dem offiziellen Beginn am Nachmittag geöffnet. Etliche Besucher waren trotz der Wettervorhersage seit dem Vormittag bei Volksfestatmosphäre am Hafen.

"Es ist alles gut und ruhig gestartet", sagte Franziska Hamann, Leiterin des Dom-Referates der veranstaltenden Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Bereits am Mittag hätten die ersten Schiffe den Hafen verlassen, um sich für die große Einlaufparade aufzustellen. Der Aufbau der 350 Stände und Fahrgeschäfte laufe bereits seit Montag. Auf dem Gelände waren auch zahlreiche Sicherheitskräfte - teilweise mit Maschinenpistolen bewaffnet - unterwegs. Bis zum Abend kam es laut Polizei bei der Party im Hafen jedoch zu keinen besonderen Zwischenfällen.

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Schnellboote der Dänischen Marine nahmen ebenfalls an der Parade teil.

(Foto: dpa)

Neben den traditionellen Programmpunkten war am Donnerstagabend erstmals auch ein Konzert in der Elbphilharmonie Teil des Spektakels. Weitere Höhepunkte des Hafengeburtstags sind das Schlepperballett am Samstag und die Auslaufparade am Sonntag. Insgesamt sollen mehr als 300 Schiffe an dem Event in der Hansestadt beteiligt sein. Bürgermeister Peter Tschentscher sprach davon, dass er mehr als eine Million Besucher erwarte. Offizielle Zahlen des diesjährigen Geburtstags wollen die Veranstalter am Sonntag bekanntgeben.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa