Panorama

Panik auf den Straßen Heftiges Beben trifft Mexiko

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Blick auf Mexiko-Stadt

(Foto: REUTERS)

Ein starkes Erdbeben erschüttert Mexiko. Auf den Straßen in Mexiko-Stadt geraten die Menschen in Panik, berichten verschiedene Augenzeugen. In den ältesten Vierteln der Stadt werden Gebäude durch das Beben beschädigt. Die Telefonleitungen sind vorübergehend unterbrochen.

Bei einem heftigen Erdbeben sind in Mexiko zahlreiche Gebäude beschädigt worden. Das Epizentrum lag im Bundesstaat Guerrero mit dem Touristenzentrum Acapulco. Dort wurden nach Angaben von Gouverneur Ángel Aguirre rund 500 Gebäude beschädigt. In der Hauptstadt Mexiko-Stadt stürzte eine Fußgängerbrücke ein und zertrümmerte einen Kleinbus, in dem sich keine Menschen befanden.

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"Glücklicherweise müssen wir bisher keinen Verlust von Menschenleben bedauern", sagte Präsident Felipe Calderón nach einem Telefongespräch mit dem Gouverneur von Guerrero. Über den Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb er, das Gesundheitssystem funktioniere ohne größere Probleme. Aus der Hauptstadt waren Bilder zu sehen, wie Sanitäter Menschen behandelten.

Das Zentrum des Erdstoßes lag rund 190 Kilometer östlich von Acapulco am Pazifik, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Der nächstgelegene Ort ist Ometepec mit etwa 20.000 Einwohnern.

Das Beben war auch in der 315 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt zu spüren. Dort liefen Zehntausende Menschen auf die Straßen, Hochhäuser schwankten, Hubschrauber kreisten am Himmel. In Gebäuden waren Risse zu sehen. Zeitweise war das Telefonnetz unterbrochen.

Calderón bezifferte die Stärke des Bebens unter Berufung auf die nationale Erdbebenwarte mit 7,8. Das Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ) registrierte 7,3, die US-Erdbebenwarte 7,4. Danach gab es noch mehrere Nachbeben.

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Angst ging um in der Hauptstadt.

(Foto: dpa)

Juan Ramón Ramírez vom Katastrophenschutz in Acapulco sagte, es gebe bisher keine Berichte über Opfer oder schwere Schäden in der Stadt. Auf den Straßen herrsche Verkehrschaos, viele Eltern eilten herbei, um ihre Kinder von den Schulen abzuholen.

Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben des Geoforschungszentrums in Potsdam in einem relativ abgelegenen Gebiet. "Von daher rechne ich nicht mit einer sehr schweren Katastrophe", sagte der Geophysiker Joachim Saul. Jedoch sei eine genaue Einschätzung über Schäden bisher sehr schwer.

Mexiko wird häufig von Erdbeben erschüttert. Erst am 10. Dezember 2011 hatte die Erde in Guerrero gezittert, damals hatte das Beben eine Stärke von 6,5. Dabei starben mehrere Menschen, weitere wurden verletzt.

Obamas Tochter wohlauf

Am 19. September 1985 hatte ein Beben der Stärke 8,0 große Teile von Mexiko-Stadt verwüstet - trotz großer Entfernung zum Epizentrum. Nach offiziellen Angaben gab es landesweit mindestens 9500 Tote, andere Quellen berichteten von bis zu 35.000 Opfern.

Die Tochter von US-Präsident Barack Obama, Malia, ist in ihren Ferien in Mexiko nach Angaben des Weißen Hauses nicht in Gefahr geraten. "Angesicht des heutigen Erdbebens können wir bestätigen, dass Malia Obama sicher ist und niemals in Gefahr war", sagte Sprecherin Kristina Schake laut US-Medienberichten. Die 13-jährige Tochter des Präsidenten verbringt derzeit ihre Frühjahrsferien mit Freunden in dem Land südlich der USA.

Am Montag hatten verschiedene Medien über die Reise der älteren von zwei Obama-Töchtern nach Mexiko berichtet. Angeblich reiste sie nach Oaxaca im Süden des Landes. Allerdings wurden die Texte auf Wunsch des Weißen Hauses wieder aus dem Internet entfernt, da Malias Reise ohne ihre Eltern eine Privatangelegenheit sei und Details in der Presse ihrer Sicherheit schaden könnten.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP/rts