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Lawinenunglück in Mittelitalien Helfer retten weitere Menschen aus Hotel

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Bereits am Freitagabend konnten Helfer vier Kinder und eine Frau aus dem zugeschütteten Hotel retten.

(Foto: dpa)

Sie haben die Lawine überlebt: Vier weitere Menschen werden aus dem verschütteten Hotel in Mittelitalien befreit. Die Retter arbeiten pausenlos weiter. Denn es werden noch Personen vermisst. Auch besteht Gefahr für ein weiteres Erdbeben.

Aus dem von einer Lawine verschütteten Hotel in Italien sind vier weitere Überlebende geborgen worden. Zwei Frauen und zwei Männer seien in den frühen Morgenstunden gerettet worden, teilten die Bergungskräfte mit. Damit steigt die Zahl der Überlebenden des Unglücks in den Abruzzen vom Mittwoch auf elf.

Die nun Geretteten zählten zu den insgesamt fünf Überlebenden, die am Vorabend zwar geortet, aber noch nicht befreit wurden konnten. Die Retter arbeiteten weiter unermüdlich daran, die andere Person auch noch in Sicherheit zu bringen sowie die übrigen 20 Vermissten aufzuspüren. Zudem bargen die Retter in der Nacht die Leichen zweier Frauen. Damit steigt die Zahl der bislang geborgenen Leichen auf vier.

Am Freitagabend waren bereits vier Kinder und eine Frau ins Freie gebracht worden, die mehr als 40 Stunden in dem zerstörten Gebäude unter Schneemassen ausgeharrt hatten.

Zudem hatten sich zwei Personen am Mittwoch im Freien aufgehalten, als die Schneemassen das Hotel unter sich begruben. Die Lawine war am Tag einer schweren Erdbebenserie abgegangen, die die Region im Schneechaos traf. Bis zu 35 Menschen sollen sich in dem Hoten aufgehalten haben. Vier weitere Todesopfer waren an anderen Orten in der Region zu beklagen.

Weitere Beben erwartet

Mittelitalien wird seit August immer wieder von starken Erdbeben heimgesucht. Das verheerende Beben vom 24. August 2016, bei dem um die Stadt Amatrice herum rund 300 Menschen ums Leben kamen, die Erdstöße vom 26. und 30. Oktober sowie die Beben vom Mittwoch hängen alle zusammen: Eine italienische Experten-Kommission ordnet sie einer einzigen seismischen Sequenz zu, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Sequenz könnte weitergehen. "Bis heute gibt es keine Hinweise darauf, dass sich die seismische Sequenz erschöpft hat", hieß es. Doch wann, mit welcher Stärke und ob tatsächlich weitere Beben kommen, vermag niemand zu sagen.

Ob die Lawine am Mittwoch von den vier Erdstößen, die alle eine Stärke von mehr als 5 hatten, ausgelöst wurde, war weiter unklar. Wegen des vielen Schnees sind Tausende Haushalte seit Tagen ohne Strom, einige Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Allein am Freitag brachten Einsatzkräfte 120 Menschen in Sicherheit, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte.

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(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

 

Quelle: n-tv.de, lou/jve/hul/dpa/AFP

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