Panorama

Waldbrände in SibirienHelfer stirbt bei Rettungsarbeiten

26.08.2015, 20:55 Uhr
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Rettungskräfte während eines Löscheinsatzes. (Foto: picture alliance / dpa)

Trockenheit, Hitze und Wind bescheren weiten Teilen Russlands seit Monaten heftige Waldbrände. Während der Löscharbeiten stirbt ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Die Umweltschützer bemängeln unzureichende Schutzvorkehrungen.

Im Kampf gegen die heftigen Walbrände in Sibirien ist ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Der Helfer sei bei Löscharbeiten in der russischen Teilrepublik Burjatien von einem Baum erschlagen worden, teilte die Forstaufsicht mit. Ein weiterer Mann sei verletzt worden. Die Flammen wüten seit Monaten in der Region rund um den touristisch und ökologisch wichtigen Baikalsee.

In ganz Sibirien brennt nach Behördenangaben eine Fläche von rund 160.000 Hektar. Das entspricht mehr als der Größe Hamburgs. Mit etwa 130.000 Hektar ist Burjatien östlich des größten Süßwassersees der Erde am stärksten betroffen.

Grund für die jüngste Ausweitung des Flammenmeeres seien Trockenheit, Sommerhitze und starker Wind, hieß es. Die Behörden warnten vor weiterer Brandgefahr in den kommenden Tagen. Umweltschützer beklagen, dass seit den verheerenden Waldbränden 2010 mit mehreren Toten noch immer keine ausreichenden Schutzvorkehrungen ergriffen worden seien.

Russlands Zivilschutzchef Wladimir Putschkow zeigte sich bei einem Besuch im Krisengebiet verärgert über die schleppenden Löscharbeiten. "Bei den Bränden brauchen Sie nicht Paradeuniform und Krawatte. Nehmen Sie die Krawatten ab, krempeln Sie die Ärmel hoch und arbeiten Sie", betonte er der Agentur Interfax zufolge.

Quelle: ntv.de, rri/dpa

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