Panorama

Tierärzte genehmigen TransportHelfer wollen Buckelwal in Lastkahn lenken

28.04.2026, 10:04 Uhr
00:00 / 02:03
Video poster

Eigentlich transportiert ein Lastkahn Schiffe, jetzt soll er einen Wal retten: Mit einem Gurt wollen Helfer das Tier in die Barge lenken. Unterdessen hat Umweltminister Backhaus einen besonderen Plan.

Die entscheidende Phase des Rettungsversuchs des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals kann beginnen. Die Tierärzte der privaten Initiative halten das seit vier Wochen in einer flachen Bucht der Insel Poel vor Wismar festsitzende Tier für transportfähig, wie Umweltminister Till Backhaus in Kirchdorf auf Poel sagte. Die Landesregierung gab zudem grünes Licht dafür, dass Gurte genutzt werden dürfen, um den rund zwölf Tonnen schweren Wal durch eine gebaggerte Rinne zum mit Wasser gefüllten Transportkahn zu führen.

Der rund zwölf Meter lange Meeressäuger steckt seit dem 31. März in der Bucht fest. Schon zuvor hatte das Tier sich mehrmals in flachem Wasser nahe der Küste festgesetzt, sich zwischenzeitlich aber wieder freischwimmen können. Die Tierärzte der Initiative hätten am Morgen dargelegt, dass der Gesundheitszustand des Wals gut sei, sagte Backhaus. Die Atmung sei tief und ohne Geräusche.

Der Wal soll an Bord eines Lastkahns, mit dem normalerweise etwa Schiffe transportiert werden, seine Reise in Richtung Nordsee antreten. Das Tier soll vorwärts durch eine eigens im flachen Wasser geschaffene Rinne zur und in die sogenannte Barge gelenkt werden.

Derweil will Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus beim Abtransport des Buckelwals ins offene Meer dabei sein. "Ich werde es auf jeden Fall begleiten", sagte Backhaus vor Ort auf die Frage, ob er auf einem Schiff mitfahren werde. Es sei seine "absolute Priorität", den Wal lebend zu bergen. Er versuche, "alles zu tun, um dem Tier zu helfen".

Quelle: ntv.de, are/dpa/AFP

WaleOstseeMecklenburg-Vorpommern