Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Hitzewelle geht in die nächste Runde

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Auch im Norden Deutschlands wird es in der zweiten Wochenhälfte heiß.

(Foto: picture alliance / Fotostand)

In der zweiten Augustwoche startet der Hochsommer noch einmal richtig durch: Nach einem kühleren Wochenende steuert Deutschland wieder auf Temperaturen über 30 Grad zu. Erst am Sonntag ist ein mögliches Ende der trockenen Hitze in Sicht.

Nach einem Wochenende des Durchatmens und einer Hitzepause auch im Südwesten unseres Landes legt sich der Hochsommer in der neuen Wetterwoche wieder voll ins Zeug. Hoch "Oscar" breitet sich aus und sorgt dafür, dass erst die Sonne und anschließend die Hitze in die nächste Runde gehen. Zuerst einmal im Westen und Südwesten mit Spitzenwerten von 30 Grad und mehr, bevor es in der zweiten Wochenhälfte überall heißer wird. Dann wackelt auch wieder die extreme Hitzemarke von 35 Grad.

Gleichzeitig geht die Trockenheit damit ebenfalls in die Verlängerung und führt dazu, dass der Sommer 2022 in Sachen Dürre leider weiterhin auf einem unrühmlichen Rekordkurs bleibt. Spätestens zum Donnerstag ist dementsprechend die Waldbrandgefahr in Deutschland auch wieder erheblich bis groß, teils auch sehr groß - also bei Stufe 3 bis 4, teilweise auch 5 (von 5).

Angespannte Lage bei Flussschifffahrt und Landwirtschaft

Und auch die Lage in der Landwirtschaft oder bei der Flussschifffahrt bleibt angespannt. Rhein und Oder nähern sich zum Beispiel dem Rekordniedrigwasser-Niveau. Ebenso ungewöhnlich ist hierbei ebenso der Zeitpunkt der nahenden Rekorde. Die gibt es nämlich eigentlich erst im Spätsommer oder Herbst. So betrachtet befinden wir uns quasi im freien Fall, den erst eine ordentliche und nachhaltige Regenlage stoppen könnte.

Beim Blick auf die Regensummen wird allerdings schnell klar, dass das vorerst ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen ist. Bis zur Monatsmitte erhält - nach jetzigem Stand - höchstens der Süden mal nennenswerte Niederschläge. Anschließend könnte es im Westen und Norden mal wechselhafter werden. Ansonsten sieht es leider extrem mau aus. Hier die Einzelheiten.

Nacht zum Montag: Trocken und frisch

Es ist erneut eine frische Nacht, die uns den Hochsommer fast vergessen lässt. Mit 14 oder 15 Grad ist es an der See sowie am Oberrhein noch am wärmsten. Sonst kühlt es sich in der trockenen und gebietsweise klaren Nacht auf 12 bis 9 Grad ab. Wer den Sternschnuppen-Regen der Perseiden, der sein Maximum um den 12. oder 13. August erreicht, sehen möchte, der hat also wettertechnisch ganz brauchbare Karten.

Montag: Viel Sonne, nur im Norden wolkiger

Björn Alexander

ntv-Wetterexperte Björn Alexander

Die neue Wetterwoche beginnt im Norden zeitweise wolkiger und zum Teil kann es etwas Regen oder Nieselregen geben. Im großen Rest dominiert hingegen die Sonne und lässt die Temperaturen meist auf 23 bis 29 Grad ansteigen. Frischer ist es bei den Nordlichtern bei 20 bis 22 Grad, heißer dagegen im Südwesten, wo mit bis zu 32 Grad die nächste Hitzewelle an Fahrt aufnimmt.

Dienstag und Mittwoch: Hochsommer startet erneut durch

Von ein paar Wolkenfeldern im Norden und Osten und vielleicht ganz lokalen Gewittern in den Alpen mal abgesehen, wird es freundlich bis sonnig und trocken. Dabei klettern die Temperaturen gerne mal mit einem bis zwei Grad pro Tag an, sodass uns verbreitet 22 bis 33 Grad erwarten. Hotspot ist der Rhein samt seiner Nebenflüsse.

Donnerstag bis Samstag: Sonne und Hitze dehnen sich aus

Der Hochsommer-Trend bleibt bestehen und Deutschland wird vermehrt zur Ü-30-Zone. Die Hitzeschwerpunkte liegen hierbei nach wie vor im Westen und Südwesten, wo auch die Schwelle zur extremen Hitze von 35 Grad wackelt und wahrscheinlich überschritten wird. Ein bisschen weniger hitzig zeigt sich nur der Norden. Aber 25 bis 30 Grad sind hier ebenfalls locker drin.

Sonntag: Erste Gewitter möglich

Vielerorts ändert sich wenig an den sonnig heißen Aussichten mit Höchstwerten von 25 bis 35 Grad und etwas darüber. Allerdings wird die Luft langsam feuchter, sodass einerseits vermehrter tropische Nächte mit Tiefstwerten um beziehungsweise nicht unter 20 Grad zu erwarten sind. Andererseits legt die Willigkeit für nachmittägliche und abendliche Gewitter langsam zu. Aus heutiger Sicht betrifft das vor allem den Süden und anschließend den Westen, wo somit zumindest mal etwas Abkühlung aufkommen könnte.

Quelle: ntv.de

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