Panorama

Taucher sitzt stundenlang fest Höhlenjungs-Retter wird selbst gerettet

106503450.jpg

Josh Bratchley (zweiter von links) musste dieses Mal selbst gerettet werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Josh Bratchley war einer der Spezialtaucher, die zwölf Jungen aus einer thailändischen Höhle befreien konnten. Doch selbst ein Experte wie er kann einmal in eine gefährliche Situation kommen. Nun muss der Mann selbst aus einer misslichen Lage befreit werden.

Ein britischer Taucher, der an der Rettungsmission in einer thailändischen Höhle im Jahr 2018 teilgenommen hatte, musste nun selbst von einem Einsatzteam in den USA befreit werden. Rund 24 Stunden saß Josh Bratchley in einer Höhle fest. Über den Vorfall berichten US-amerikanische und britische Medien.

*Datenschutz

Der Brite machte sich demnach am Montag auf den Weg in die Mill Pond Cave im US-Bundesstaat Tennessee. Nach Angaben der lokalen Behörden soll er gemeinsam mit einer Gruppe in der Höhle gewesen sein, um dort etwas zu erforschen. Doch nach einem Tauchgang am späten Dienstagabend ist Bratchley plötzlich spurlos verschwunden, sodass seine Gruppe eine Suche startet. Als sie ihn nicht findet, verständigt sie die lokalen Rettungskräfte, um gemeinsam nach dem Taucher zu suchen.

Taucher Edd Sorrenson findet den Vermissten schließlich nach einem Tag. Bratchley habe sich bedankt und gefreut, als er seinen Retter sah. Sorrenson beschreibt "CNN", dass der Vermisste durch ein Luftloch in der gefluteten Höhle atmen konnte. Er sei in einem guten Zustand und vollkommen orientiert gewesen.

Der britische Taucher übersteht die Situation unverletzt und lehnt eine medizinische Behandlung ab. Allerdings ist er nach dem ungeplant langen Höhlen-Trip wohl ziemlich hungrig gewesen: "Sein einziges Verlangen war eine Pizza", erklärt ein Sprecher der Rettungskräfte bei einer Pressekonferenz.

Bratchley war einer der Spezialtaucher, die im Juli 2018 ein thailändisches Fußballteam aus einer gefluteten Höhle befreiten. Die Rettungsaktion gestaltete sich damals äußerst schwierig. Die dramatische Bergung der Jungen wurde weltweit verfolgt.

Quelle: n-tv.de, sgu