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Einzige Option ist AbrissHongkong will abgebrannte Wohnungen zurückkaufen

21.02.2026, 14:04 Uhr
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Die zerstörten Wohntürme des Wang Fuk Court Apartmentkomplexes im Tai Po-Viertel von Hongkong können nicht saniert werden. (Foto: dpa)

Ende November macht eine tödliche Feuerkatastrophe in Hongkong sieben Hochhausblöcke unbewohnbar. Lange ist unklar, was aus den Ruinen wird und wo die Menschen hin sollen - bis jetzt.

Fast drei Monate nach dem tödlichen Hochhausbrand in Hongkong hat die Stadt Pläne für eine Wiederansiedlung der Tausenden betroffenen Mieter und Wohnungsbesitzer vorgestellt. Unter anderem bietet die Regierung an, die Besitzrechte für die Wohnungen zurückzukaufen, wie aus einer Mitteilung hervorging. Dafür müsste sie laut Schätzungen für etwas mehr als 1.700 Wohneinheiten rund 6,8 Milliarden Hongkong-Dollar (fast 740 Millionen Euro) aufwenden.

Eine Renovierung, um die sieben betroffenen Hochhäuser wieder bewohnbar zu machen, sehen die Pläne nicht vor. Zwar seien die Blöcke nicht unmittelbar von einem Einsturz bedroht, hieß es. Doch der Brand habe weitreichende und langanhaltende Schäden verursacht. "Dies macht es schwierig, angemessene und kosteneffiziente Reparaturen durchzuführen, weshalb ein vollständiger Abriss erforderlich ist", erklärte die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Damit endet für Tausende Bewohner die lange Zeit des Wartens in Unsicherheit über ihr zukünftiges Zuhause. Wer seine Wohnung gegen Bares eintauscht, kann damit selbst eine neue Bleibe suchen. Ebenso ist es den Angaben zufolge auch möglich, die Wohnung über ein Regierungsprogramm gegen eine andere zu tauschen.

Bei dem Brand im Stadtteil Tai Po am 26. November starben insgesamt 168 Menschen. Tausende Menschen mussten danach in Übergangsunterkünfte. Zur Brandursache wird noch ermittelt.

Das Feuer an den wegen einer Renovierung eingerüsteten Gebäuden hatte sich damals in kürzester Zeit ausgebreitet. Als Grund dafür sehen die Behörden unter anderem das grüne Baunetz, das nicht den Brandschutzvorschriften entsprochen haben soll, und Kunststoffplatten in den Fenstern, die dem Feuer den Weg in die Wohnung bahnten.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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