Panorama

Sturmtief verzögert Rettung Hunderte sitzen in defektem IC fest

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Vielerorts kam es wegen den Auswirkungen des Sturmtiefs "Eberhard" zu Behinderungen im Bahnverkehr. Sie können auch noch teilweise bis weit in den Montag hinein andauern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn ein Zug der Deutschen Bahn wegen einer technischen Störung liegen bleibt, ist das ärgerlich genug. Für Fahrgäste eines IC kommt es aber noch dicker, denn das Sturmtief "Eberhard" behindert auch den Ersatzzug stundenlang.

Wegen des Sturmtiefs "Eberhard" haben rund 400 Fahrgäste eines Intercity-Zuges mehr als drei Stunden lang im nordhessischen Wabern ausharren müssen. Wegen einer technischen Störung am Fahrzeug hatten die Passagiere am Sonntagabend auf einen Ersatzzug warten müssen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte.

Weil umgestürzte Bäume die Schienen blockierten, kam der Ersatzzug aus Kassel erst gegen 21.00 Uhr dort an, wo der IC 2375, der von Westerland in Richtung Karlsruhe unterwegs war, gegen 17.30 Uhr gestrandet war. Man habe die Reisenden zwischenzeitlich mit Essen und Getränken versorgt, sagte die Sprecherin.

Die technische Störung an dem liegengebliebenen IC-Zug hatte nach Angaben der Bahn nichts mit dem Sturmtief zu tun. Nach dem Umstieg fuhr der Ersatzzug die planmäßige Route des IC nach Karlsruhe weiter.

Behinderungen dürften andauern

Neben den massiven Verkehrsbehinderungen war durch Sturmtief "Eberhard" zudem im nordrhein-westfälischen Sauerland ein Mann ums Leben gekommen. Ein entwurzelter Baum stürzte am Sonntag auf einer Landstraße zwischen den Gemeinden Kallenhardt und Nuttlar auf das Auto des 47-Jährigen, wie die Polizei mitteilte. Während die Beifahrerin das Fahrzeug verlassen konnte, kam für den Fahrer jede Hilfe zu spät.

Am Montag soll es allgemein sehr windig bleiben, sagte n-tv-Meteorologe Björn Alexander. Nachmittags komme nochmal ein kleines Sturmfeld von der Nordsee, das im Nordwesten und Westen einige schwere Sturmböen bringen werde. Von Holland her breiteten sich zudem Graupelgewitter aus, so dass in der Früh verbreitet mit glatten Straßen gerechnet werden müsse.

Quelle: ntv.de, bad/AFP/dpa