Panorama

Aus Hospital in Rimini entlassen Hundertjähriger Italiener kämpft Virus nieder

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"Alles wird gut": Die guten Wünsche auf dem Kinderbild sind für einen Hundertjährigen in Rimini Wirklichkeit geworden.

(Foto: AP)

Bilder von sterbenden Senioren in italienischen Krankenhäusern schrecken die Welt auf. Umso freudiger wird jedes Gegenbeispiel begrüßt. Aus einem Hospital in Rimini kehrt ein über Hundertjähriger zu seiner Familie zurück. Die Stadt wertet es als Hoffnungszeichen.

In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer Coronavirus-Infektion geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann sei am Mittwochabend aus dem Hospital Infermi von Rimini entlassen worden, teilte die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi, mit. "In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben", sagte sie und fügte in einer Erklärung hinzu: "Die Geschichte dieser Heilung kann uns lehren, dass auch mit 101 Jahren die Zukunft nicht vorherbestimmt ist."

Der geheilte über Hundertjährige, der 1919 nach dem Ersten Weltkrieg zu Zeiten der großen Grippe-Pandemie geboren wurde, habe im Laufe seines Lebens alles erlebt: Kriege, Hunger, Schmerz, Fortschritt, Krisen und Wiederaufleben. Nun habe er nach seinem 100. Geburtstag diese neue Herausforderung gestellt bekommen und er habe sie bestanden, schrieb Lisi weiter. "Damit ist seine Geschichte nicht nur für ihn selbst und seine Familie, sondern auch für die Ärzte, Krankenschwestern und das gesamte Gesundheitspersonal ein Hoffnungszeichen geworden."    

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Italien ist mit mehr als 7500 Todesfällen aufgrund der Coronavirus-Pandemie das in Europa am härtesten getroffene Land. Die Sterblichkeitsrate ist unter über 80-Jährigen besonders hoch. Insgesamt gibt es in dem Land fast 75.000 Infektionsfälle.

Quelle: ntv.de, mau/AFP