Panorama

Mehr Zweit- als Erstimpfungen Impfquote steigt auf 41,2 Prozent

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Die meisten Impfungen finden nach wie vor in Impfzentren statt - hier in Potsdam-Babelsberg.

(Foto: dpa)

Den siebten Tag in Folge werden in Deutschland mehr Zweit- als Erstimpfungen durchgeführt. Bis zur vierten Juni-Woche dürfte das noch so bleiben, denn Biontech-Lieferungen verzögern sich und das Gesundheitsministerium legt Impfdosen für Kinder und Jugendliche zurück.

Mit knapp 60 Prozent hat der Anteil der Corona-Zweitimmunisierungen an den täglich verabreichten Impfdosen einen neuen Rekord erreicht. Insgesamt wurden in Deutschland am Mittwoch 1.135.659 Impfungen durchgeführt, davon 678.826 als Zweitimpfungen - so viele wie noch nie. Der Mittwoch war der siebte Tag in Folge, an dem mehr Zweit- beziehungsweise Komplettimpfungen als Erstimpfungen durchgeführt wurden.

Im Vergleich zum letzten Mittwoch sind die gut 1,1 Millionen Impfungen von gestern eine leichte Zunahme. Zuletzt hatte die Zahl der täglichen Impfungen leicht unter denen der Vorwoche gelegen.

Damit liegt die Impfquote bei den Erstimpfungen nach Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts bei 41,2 Prozent. 15,7 Prozent der Bevölkerung sind vollimmunisiert.

Die Impfquote fällt in den Bundesländern unterschiedlich aus. Bei den mindestens einmal Geimpften führt das Saarland, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Bayern belegt hier den sechsten Platz, Schlusslichter sind Brandenburg und Sachsen. Bei den vollständig Geimpften führen Bremen und Sachsen, Bayern belegt den zehnten, NRW den vierzehnten Platz.

Biontech liefert Anfang Juni weniger als erwartet

Der Erfolg bei den Zweitimpfungen bremst zugleich den Fortschritt bei den Erstimpfungen, denn der Hersteller Biontech/Pfizer wird in den ersten beiden Juni-Wochen weniger liefern als ursprünglich angekündigt, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Die Kürzung bedeutet allerdings nicht, dass weniger Impfstoff geliefert wird als bislang, sondern nur weniger als erwartet. Die Differenz solle dann in den beiden Wochen vom 21. Juni und vom 28. Juni zusätzlich geliefert und damit ausgeglichen werden. Insgesamt werde die Lieferzusage für das laufende Quartal eingehalten.

Auf die Lieferungen an die Impfzentren der Länder soll die Verschiebung laut Ministerium keine Auswirkungen geben. Zweitimpfungen in den Arztpraxen seien ebenfalls gesichert. Auch Erstimpfungen soll es dort weiterhin geben. Wie in den Impfzentren seien in den nächsten Wochen aber auch in den Praxen mehr Zweit- als Erstimpfungen zu erwarten. Schon zuvor hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung darüber informiert, dass die Praxen in der ersten Juni-Woche rund eine Million Biontech-Dosen weniger als geplant bekommen.

Das Gesundheitsministerium reserviert zudem rund eine Million Biontech-Dosen für die Impfung von Kindern und Jugendlichen. "Nachdem eine Zulassung für Personen ab 12 Jahren erteilt worden ist, beabsichtigt der Bund, die zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Impfdosen den Ländern schrittweise aus den Gesamtliefermengen für Juni, Juli und August zusätzlich zur Verfügung zu stellen", heißt es in einem Bericht des Ministeriums zum Stand der Impfkampagne, der ntv vorliegt. "Zur Planung der Mengen wird für diese Altersgruppe, die insgesamt knapp 5,3 Millionen Personen groß ist, eine Impfbereitschaft von 60 Prozent angenommen, so dass der aktuell ange-nommene Bedarf bei jeweils 3,18 Millionen Dosen für die Erst- und die Zweitimpfung liegt."

Laut einer aktuellen Übersicht des Ministeriums werden für das ganze zweite Quartal 50,3 Millionen Impfdosen von Biontech erwartet. Dazu kommen sollen mindestens 12,4 Millionen Dosen von Astrazeneca sowie 10,1 Millionen Dosen von Johnson & Johnson und 6,4 Millionen Dosen von Moderna.

Quelle: ntv.de, hvo/dpa

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