Panorama

Dutzende in Klinik angesteckt In Südkorea infizieren sich wieder mehr

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Eine Teststation an einem Flughafen in Südkorea.

(Foto: dpa)

Vielen gilt Südkorea als Vorbild im Umgang mit dem Coronavirus. Seit Anfang März sanken die Zahlen. Doch für Entwarnung ist es zu früh. Die Zahl der Neuinfektionen steigt wieder.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder deutlich auf über 100 gestiegen. Am Freitag seien 146 Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Am Tag zuvor waren es noch 91 gewesen. Bisher wurden in dem Land 9478 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus gebracht werden, kletterte um fünf auf 144.

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Den Anstieg führten die Behörden unter anderem auf eine neue lokale Häufung von Infektionsfällen in der am stärksten von dem Ausbruch betroffenen Millionenstadt Daegu im Südosten zurück. Dort hatten sich Dutzende von Patienten in einem Krankenhaus angesteckt.

"Es gibt weiter ein erhöhtes Risiko durch solche Cluster-Infektionen", sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Sorgen bereitet den Behörden seit Tagen auch die Zunahme "importierter" Infektionsfälle. Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung in Ländern, die eine rasche Ausbreitung des Virus verzeichnen, zurück. Am Freitag traten die verstärkten Einreisekontrollen einschließlich einer Virustest-Pflicht für Ankommende aus Europa auch für Reisende aus den USA in Kraft.

Ende Februar erreichten die Zahlen mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages den Höhepunkt in dem Land. Seit Anfang März hatte sich ein deutlicher Abwärtstrend eingestellt. Vielen gilt Südkorea unter anderem wegen flächendeckender Tests als Vorbild im Umgang mit dem Virus.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa