Panorama
Krankenwagen transportieren die Leichen der Hingerichteten aus dem Gefängniskomplex auf der Insel Nusakambangan.
Krankenwagen transportieren die Leichen der Hingerichteten aus dem Gefängniskomplex auf der Insel Nusakambangan.(Foto: REUTERS)
Freitag, 29. Juli 2016

Drei Ausländer erschossen: Indonesien richtet Drogendealer hin

Indonesien setzt seine strikte Drogenpolitik fort und richtet vier Drogenhändler hin, darunter drei Ausländer. Auch internationale Proteste konnten die Regierung nicht zum Einlenken bewegen.

Indonesien hat ungeachtet internationaler Proteste vier verurteilte Drogenhändler hingerichtet, darunter drei Ausländer. Die drei Nigerianer und ein Indonesier wurden am Freitag auf der Gefängnisinsel Nusakambangan erschossen, wie die Behörden mitteilten. Zehn weiteren Todeskandidaten, darunter Bürger aus Pakistan, Indien und Simbabwe, blieb die Todesstrafe aber zunächst erspart. Möglicher Grund war ein heftiger Sturm am Ort der Hinrichtungen.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Europäische Union und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Indonesien aufgefordert, Abstand von den geplanten Hinrichtungen zu nehmen. Es waren die ersten Exekutionen in Indonesien seit April 2015, als acht Menschen wegen Drogendelikten hingerichtet wurden, darunter zwei Australier. Auch damals hatte dies zu scharfen Protesten sowie einer diplomatischen Krise mit Australien geführt. Präsident Joko Widodo blieb aber bei seinem harten Kurs.

Quelle: n-tv.de

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