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Frankreichs Justiz ermittelt Interpol-Präsident wird vermisst

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Die französischen Behörden suchen nach Interpol-Präsident Meng Hongwei.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Wo steckt er? Seit einer China-Reise fehlt von Interpol-Präsident Meng Hongwei jedes Lebenszeichen. Die französische Justiz schaltet sich nun ein.

Der Präsident der internationalen Polizei-Organisation Interpol, Meng Hongwei, wird vermisst. In dem Fall ermittelt die französische Justiz, da Interpol seinen Sitz in Lyon hat. Mengs Frau hatte die Behörden alarmiert, da seit einer China-Reise des Interpol-Präsidenten Ende September jedes Lebenszeichen von ihm fehlt.

Meng steht seit Ende 2016 an der Spitze von Interpol. Er war früher chinesischer Vizeminister für öffentliche Sicherheit. Zu den Aufgaben von Interpol gehört es, Polizeibehörden und andere Einrichtungen, die zu Bekämpfung von Verbrechen beitragen können, zu unterstützen.

Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch (HRW) und Amnesty International hatten damals die Wahl Mengs kritisiert. Nicholas Bequelin, Amnesty-Regionaldirektor für Ostasien, sagte, sie sei "überaus besorgniserregend". China versuche seit Langem, "Interpol bei der Verhaftung von Dissidenten und Flüchtlingen im Ausland" einzusetzen. Ein Sprecher von HRW in Hongkong sagte, die Wahl sei "alarmierend".

Der Interpol-Präsident ist für vier Jahre im Amt und steht dem Exekutivausschuss vor. Das Gremium berät und legt die Grundausrichtung der Organisation fest. Es überwacht die Entscheidungen des Generalsekretariats von Interpol im französischen Lyon.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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