Panorama

Immer mehr Ältere im Krankenhaus Jeder sechste Corona-Test ist positiv

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Vor allem über 80-Jährigen werden immer öfter mit Covid-Infektionen in Krankenhäuser eingeliefert.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Zahl der Neuinfektionen explodiert in Deutschland, besonders besorgt ist das Robert-Koch-Institut aber wegen der hohen Positivquote. Mehr als 16 Prozent aller Tests weisen eine Infektion nach. In die Krankenhäuser werden zudem immer mehr Ältere eingeliefert.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die aktuelle Corona-Entwicklung weiter als "sehr besorgniserregend" ein. So wurden in der zurückliegenden Tagen nicht nur neue Rekordwerte bei den täglich gemeldeten Neuinfektionen verzeichnet, vor allem die stark steigende Positivenquote bereitet den Experten Sorge. Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend hervor.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg massiv an, die Inzidenzen kletterten ebenfalls enorm, und zwar in allen Altersgruppen. Auch der mittlerweile wichtigste Indikator, die Hospitalisierungsinzidenz, also die binnen sieben Tagen in Krankenhäuser eingelieferten Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner, wuchs deutlich. In der Gruppe der über 80-Jährigen wurden in der 44. Kalenderwoche 26 Menschen je 100.000 Einwohner mit einer Covid-19-Infektion eingeliefert. Das ist die höchste Hospitalisierungsinzidenz aller Altersgruppen. Das RKI schreibt dazu: Das Risiko einer schweren Erkrankung mit Krankenhauseinweisung und in manchen Fällen das Risiko eines tödlichen Verlaufs ist bei den älteren Altersgruppen weiterhin am höchsten, steigt aber bereits bei den ab 50-Jährigen gegenüber jüngeren Erwachsenen deutlich an." Der Altersdurchschnitt der ins Krankenhaus eingelieferten Covid-Patienten stieg daher insgesamt an.

Besonders große Sorgen bereitet die wachsende Positivquote. Laut RKI fielen 16,03 Prozent aller in der Kalenderwoche 44 durchgeführten Corona-Tests positiv aus. Auch das ist ein neuer Höchstwert. Die bisherige "Spitzenquote" lag bei 15,36 Prozent, zwischen Weihnachten und Silvester 2020. In der Vorwoche hatte der Wert lediglich bei 12,15 Prozent gelegen. Die Entwicklung ist nicht auf eine Ausweitung von Tests zurückzuführen - es wurden lediglich 6940 mehr durchgeführt als in der Kalenderwoche 43. Die Zahl der positiven Tests stieg dennoch um gut 46.000 auf 187.018. Lediglich einmal war die Zahl der positiven Tests in einer Kalenderwoche höher. In der Kalenderwoche 51. des Vorjahres fielen 188.283 Tests positiv aus. Allerdings wurde damals auch deutlich mehr getestet.

Angesichts dieser Situation rät das RKI "dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren". "Sofern sie nicht gemieden werden können, sollte man unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus vorher einen Test machen und die Corona-Warn-App nutzen." Auch Geimpfte und Genesene sollten Masken tragen, Abstand halten und Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, regelmäßig lüften. Bei Atemwegserkrankungen wie etwa Schnupfen oder Husten sei es für alle Menschen, auch geimpfte, "unbedingt erforderlich", daheim zu bleiben, zudem jedoch einen Hausarzt zu kontaktieren und dort einen PCR-Test machen zu lassen.

Quelle: ntv.de, als

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