Panorama

"Umarmungs-Handschuhe" erfunden Kanadierin kann ihre Mutter wieder drücken

imago0099008775h.jpg

Die Erfindung "gab uns wirklich ein Gefühl der Hoffnung, dass das alles nicht für immer sein wird", so Carolyn Ellis.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Durch die Corona-Krise ist der zwischenmenschliche Kontakt global sehr eingeschränkt. Besonders bei den älteren Generationen ist Abstand geboten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Eine Lösung, um sich trotzdem nahezukommen, präsentiert nun eine Frau aus Kanada.

Um ihre Mutter auch während der Corona-Pandemie umarmen zu können, ist die Kanadierin Carolyn Ellis auf eine außergewöhnliche Idee gekommen: sogenannte Umarmungs-Handschuhe - ein riesiges Plastikgebilde, das Umarmungen ohne direkten Kontakt ermöglicht.

*Datenschutz

"Sie bekam einfach keine Umarmungen, und wir mussten etwas dagegen unternehmen", sagte Ellis mit Blick auf ihre Mutter. Die "Umarmungs-Handschuhe" seien dann ein Geschenk zum Muttertag gewesen; sie habe bis in die Nacht an der Konstruktion gearbeitet. Entstanden ist eine große, an einer Wäscheleine aufgehängte Plastikplane mit vier Plastikärmeln, durch die dann von beiden Seiten eine Umarmung ohne direkten Kontakt möglich ist.

Viraler Hit

Ein Video der ersten Umarmung von Ellis und ihrer Mutter in Guelph im Bundesstaat Ontario wurde schnell zum Hit in Online-Netzwerken. Ellis zeigte sich überrascht von den vielen Reaktionen: "Ich wollte einfach nur meine Mutter umarmen." Sie habe nicht damit gerechnet, dass die Inspiration für andere so groß sei, habe sich aber darüber gefreut. "Wir sind begeistert", sagte Ellis.

Und auch wenn eine plastikumhüllte Umarmung niemals eine echte Umarmung ersetzen könne, habe ihre Erfindung nach den vielen Wochen des Lockdowns dennoch seinen Zweck erfüllt: "Es gab uns wirklich ein Gefühl der Hoffnung, dass das alles nicht für immer sein wird", sagte Ellis.

Quelle: ntv.de, jru/AFP