Panorama

Neues Konzept für Silvester Kölner Polizei erweitert Sicherheitszone

97877333.jpg

Das Wort "Respekt" soll in den kommenden Wochen das Kölner Stadtbild prägen und ein friedliches Miteinander proklamieren.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Damit sich die übergriffigen Vorfälle vor zwei Jahren nicht wiederholen, verstärkt die Kölner Polizei gemeinsam mit der Stadt die Sicherheitsvorkehrungen zu Silvester. Vorab soll eine Info-Kampagne für Aufklärung und gegenseitigen Respekt sorgen.

Nach den massenhaften Übergriffen in der Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren wird die Sicherheitszone rund um den Dom für die diesjährigen Neujahrsfeiern erweitert. In einem abgesperrten Bereich werden Feuerwerk und Böller verboten, wie die Stadtverwaltung und die Polizei in Köln mitteilten. Vor allem auf dem Bahnhofsvorplatz wolle man verhindern, dass sich größere Gruppen bildeten.

Mehr Videokameras und bessere Beleuchtungsanlagen sollen zusätzlich für Sicherheit sorgen. "Die Polizei wird rund 1400 Beamtinnen und Beamte einsetzen", sagte Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob. Für den Jahreswechsel rechnen die Behörden wieder mit ähnlich vielen Besuchern wie in den Vorjahren.

In der Silvesternacht 2015/2016 waren Frauen auf dem Bahnhofsvorplatz von Männergruppen massenhaft sexuell bedrängt worden. Kölns parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker bezeichnete dies als ein "einmaliges, unrühmliches Ereignis". Zum Jahreswechsel 2016/17 sei das Kölner Sicherheitskonzept deutlich verschärft worden.

Mit der Kampagne "Respekt" will die Stadt außerdem für das friedliche Miteinander sensibilisieren. Das Wort solle in den kommenden Wochen im Stadtbild präsent sein - beispielsweise auf Armbändern für die Besucher der Veranstaltungen am Kölner Dom, erklärte Reker.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

Mehr zum Thema