Panorama

Mehr Tiere verendet als bekannt Krefelder Affenhaus wird abgerissen

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In Krefeld haben die Abrissarbeiten begonnen.

(Foto: imago images/Martin Wagner)

Nach dem verheerenden Feuer in der Neujahrsnacht ist das Affenhaus des Krefelder Zoos nur noch eine Ruine. Diese wird nun abgerissen. Dabei ist vor allem der Baulärm eine Herausforderung.

Gut sechs Wochen nach dem schweren Brand im Krefelder Zoo beginnen die Abrissarbeiten an dem ausgebrannten Affenhaus. Wie aus einer Vorlage für den Stadtrat hervorgeht, sollen zunächst die stählernen Überreste des Dachs abgetragen werden. In dem Papier wird auch erwähnt, dass das verheerende Feuer mehr als 50 Tiere getötet habe. Bisher war von mehr als 30 Tieren die Rede gewesen.

Unter den toten Tieren waren laut der Ratsvorlage, die bereits am 6. Februar vorgelegt wurde, acht Menschenaffen, sowie goldene Löwenäffchen, Silberäffchen, Weißgesichtssakis, Zwergseidenäffchen, Epauletten-Flughunde "und diverse tropische Vögel". Zwei Schimpansen hatten das Feuer verletzt überlebt. Sie sind nach früheren Angaben des Zoos auf dem Weg der Besserung.

Eine Zoo-Sprecherin betonte, dass der Zoo bereits frühzeitig eine detaillierte Aufstellung der Tiere auf seine Internetseite gestellt hatte, die im Affenhaus lebten. Darunter waren neben einer Orang-Utan-Familie, der Flachland-Gorilla-Seniorengruppe sowie Schimpansen - von denen zwei überlebten - sowie weitere Affen, Flughunde, Agutis (Nagetiere) und 21 Vögel.

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Vom Affenhaus steht nur noch das Stahlgerippe.

(Foto: dpa)

Das Rathaus-Papier beschreibt auch Details des geplanten Abrisses. Demnach solle nach der Beseitigung von Brandschutt, Glasresten und verbrannten Pflanzen mit dem Rückbau des Daches begonnen werden. "Hierfür wird der zeitgleiche Einsatz mehrerer Kräne erforderlich." Der Rückbau könne "voraussichtlich nur von außen und von oben nach unten erfolgen." Der Abrisslärm stellt laut Stadtverwaltung "eine besondere Herausforderung dar". Mit Folgen für die Grauen Riesenkängurus: "Die fünf Tiere leben nun dauerhaft in einer Anlage gegenüber der Tigeranlage", teilte der Zoo mit.

Der sogenannte Rückbau soll in vier bis sechs Wochen beendet sein. Das Betonfundament wird zunächst bleiben. Dessen Abriss sei aufwendig und müsse noch genau geplant werden, "um die Belastung für Tiere und Menschen gering zu halten", hieß es vom Zoo.

Das Affenhaus des Familienzoos war in der Neujahrsnacht komplett niedergebrannt. Nach den Ermittlungen der Polizei wurde das Feuer von einer sogenannten Himmelslaterne ausgelöst, mit der drei Frauen unwillentlich den Brand ausgelöst hatten.

Quelle: jwu/dpa