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Möglicher Serientäter gefasst Kunde überwältigt Bankräuber

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So könnte die Spielzeugpistole ausgesehen haben.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Einem flüchtenden Bankräuber hinterherlaufen - das würde nicht jeder tun. In Bayern jedoch zögert ein 32-Jähriger nicht lange und legt anscheinend dem "Postkarten-Räuber" das Handwerk.

Ein Kunde hat in einer Bank einen mutmaßlichen Serienräuber kurz nach einem Überfall überwältigt. Der Räuber habe in der Bank im bayerischen Heimenkirch mit vorgehaltener Waffe Geld von den Angestellten gefordert, sagte ein Sprecher der Polizei. Weil diese kein Geld herausgeben wollten, flüchtete der Österreicher in den Vorraum der Bank. Ein 32 Jahre alter Kunde folgte dem Täter und versuchte ihn festzuhalten. Daraufhin sei es zu einer Rangelei gekommen, erklärte der Polizeisprecher.

Dem Kunden gelang es, die Waffe des Räubers zu sichern und diesen an eine Wand zu drücken. Zusammen mit einem Angestellten der Bank hielt der 32-Jährige den Mann fest, bis die Polizei eintraf. Die Waffe stellte sich später als Spielzeugpistole heraus.

Der 54 Jahre alte Täter könnte für weitere Banküberfälle in Bayern und Österreich verantwortlich sein, wie die Polizei weiter mitteilte. Ein Richter erließ gegen ihn Haftbefehl. Der Tatverdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft. Im Laufe seiner Vernehmung gab er zwei weitere Banküberfälle in Bayern zu.

Die österreichische Polizei geht davon aus, dass er für elf weitere Überfälle in Österreich verantwortlich ist. In österreichischen Medien wurde der Serientäter als "Postkarten-Räuber" bekannt. An die Polizei hatte er nach Überfällen zweimal eine Postkarte geschrieben mit den Worten: "Das war noch nicht alles. Komme wieder."

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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