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Zu gefährlicher Schulweg Landkreis zahlt Schülertransport

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Besonders im Winter ist die kurvige Landstraße gefährlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Etwa zwei Kilometer muss ein Schüler in Oberfranken täglich entlang einer kurvigen Landstraße ohne Gehweg laufen. Der Stiefvater des Jungen findet diesen Schulweg zu gefährlich. Vor Gericht erreicht er, dass der Landkreis Kulmbach den Transport bezahlt.

Der Streit um den Schulweg eines 13-Jährigen in Oberfranken ist beigelegt. Der Landkreis Kulmbach hat sich nach einer mündlichen Verhandlung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bereiterklärt, die Kosten für die Beförderung des Schülers bis einschließlich zum 10. Schuljahr zu übernehmen. Der Landkreis folgt damit einer Empfehlung des Gerichts, das sich vorher ein Bild von dem Weg des Jungen zur Bushaltestelle gemacht hatte.

Die Strecke führt etwa zwei Kilometer lang über eine kurvige Landstraße ohne Gehweg. Der Schulweg sei zu gefährlich, lautete die Einschätzung des Verwaltungsgerichtshofes. Mit der Einigung ist ein jahrelanger Rechtsstreit beigelegt, das Verfahren wurde eingestellt.

Der Stiefvater hatte den Landkreis aufgefordert, das gesamte Schuljahr über für eine Taxi- oder Busfahrt am Tag aufzukommen. Das Landratsamt hatte sich anfangs geweigert und argumentiert, dass der Fußweg in den Sommermonaten zumutbar sei. Es wollte nur im Winter für die Beförderung zahlen.

Die Beförderung von Schülern und die damit verbundenen Kosten sind in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Ob ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt für den Schulweg aufkommt, richtet sich zumeist nach der Länge der Strecke und der Jahrgangsstufe, die ein Schüler besucht. In Bayern gibt es Ausnahmen, wenn ein Weg als besonders gefährlich oder beschwerlich einzustufen ist.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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