Panorama

"Ich habe ihn nie verurteilt" Lauterbach bietet an, Kimmich zu impfen

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​Kimmich hatte in einem ZDF-Interview erklärt: "Es war für mich einfach schwierig, mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen. "

(Foto: picture alliance/dpa)

Lange hadert Fußballer Joshua Kimmich mit der Entscheidung für eine Corona-Impfung. Nach einer überstandenen Infektion ist die Entscheidung für den Piks gefallen. Kein Geringerer als Gesundheitsminister Lauterbach bietet sich jetzt dafür an, den Bayern-Star zu impfen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach würde Fußballstar Joshua Kimmich persönlich gegen das Coronavirus impfen. "Ich biete ihm an, dass ich ihn selbst impfe und über alle Risiken aufkläre. Die sind bei einer Nichtimpfung deutlich höher", sagte Lauterbach der Zeitschrift "Bunte". Der FC-Bayern-Spieler Kimmich hatte lange Bedenken, sich impfen zu lassen - nach einer Corona-Infektion kündigte er im Dezember aber an, sich impfen lassen zu wollen. "Das ist großartig, ich habe ihn nie verurteilt. Der Körper ist sein Kapital, da hatte er Ängste", sagte der SPD-Politiker.

Er selbst habe auch Freunde und Familie geimpft - "allen voran meine Tochter, weil sie das wollte", erzählte Lauterbach. Der für ihn persönlich berührendste Moment sei aber gewesen, als seine 86 Jahre alte Mutter geimpft worden sei. "Sie kommt aus einer Generation, die Impfen für einen Segen hält und noch Krankheiten wie Kinderlähmung kannte."

Kimmich hatte in einem ZDF-Interview erklärt: "Es war für mich einfach schwierig, mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen. Deshalb war ich auch so lange unentschlossen", sagte der Fußball-Nationalspieler, der sich nun doch für den Piks gegen Corona entschieden hat. "Deshalb konnte ich diese Entscheidung zu dem Zeitpunkt auch nicht treffen und musste vielleicht erst das durchleben, was ich jetzt durchlebt habe", erklärte der Star des FC Bayern München. "Rückblickend gesehen", hätte er die Entscheidung des Impfens gerne früher getroffen.

Kimmich, der zusammen mit Leon Goretzka die Hilfsinitiative "We Kick Corona" gründete, hatte sein Impfzaudern mit "ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht", erklärt. Vielen Experten zufolge sind solche langfristigen Nachwirkungen bei Impfungen gegen Covid-19 aber ausgeschlossen.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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