Panorama

Medikamente in Brei gemischt Lebenslänglich für Giftmord an Kleinkind

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Der Angeklagte hatte im März 2014 dem schreienden Kind seiner Lebensgefährtin Medikamente in einem Brei verabreicht.

(Foto: picture alliance / Bernd Settnik)

Ein Mann fühlt sich von dem schreienden Sohn seiner Partnerin gestört und verabreicht dem Kleinkind einen Brei mit tödlichen Medikamenten. Der Junge stirbt an einer Vergiftung. Das Gericht in Potsdam verurteilt den Mann nun zu lebenslanger Haft.

Weil er das Kleinkind seiner Freundin mit Gift ermordet haben soll, ist ein 38-Jähriger in Potsdam zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. "Die Tötung des kleinen, wehrlosen und unschuldigen Kindes ist ein unfassbares Verbrechen", sagte Richter Theodor Horstkötter in seiner Urteilsbegründung am Landgericht Potsdam. Die Obduktion hatte ergeben, dass das Kleinkind an einem tödlichen Medikamentencocktail gestorben sei, der mit Babybrei und süßem Tee gemischt worden war.

Der Angeklagte hatte im März 2014 dem schreienden Kind seiner Lebensgefährtin Medikamente in einem Brei verabreicht. Er fühlte sich von dem Jungen gestört und wollte ihn laut Anklage töten, weil er in Ruhe schlafen wollte. Das Landgericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch plädiert. In dem Prozess ist zuvor auch gegen die Mutter ermittelt worden, das Verfahren gegen sie wurde allerdings eingestellt.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa