Panorama

Missgeschick beim Entladen?Leibwächter feuert Waffe im Flughafen ab

21.08.2017, 15:53 Uhr
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Am Flughafen Berlin-Tegel löste sich in den frühen Morgenstunden ein Schuss. (Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

Kurz vorm Einstieg in den Flieger will ein Personenschützer seine Waffe entladen - dabei löst sich ein Schuss. Der Knall versetzt Personal und Passagiere am Flughafen Berlin-Tegel kurzzeitig in Alarmbereitschaft.

Ein Leibwächter des Landeskriminalamtes (LKA) hat im Berliner Flughafen Tegel aus Versehen einen Schuss aus seiner Dienstwaffe abgefeuert. Der Schuss habe sich kurz vor dem Einsteigen in das Flugzeug gelöst, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Kugel habe die Hülle der Fluggastbrücke, die vom Gebäude zur Tür der Maschine führt, durchschlagen. Die Bundespolizei ermittelt. Der Vorfall ereignete sich um 7:55 Uhr. Der Flug nach Köln startete mit deutlicher Verspätung. Wen der Leibwächter der Berliner Polizei begleitete, wurde nicht mitgeteilt.

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin, der zum Zeitpunkt des Schusses vor Ort war, kommentierte den Vorfall auf Twitter. Der Leibwächter wollte offenbar seine Dienstwaffe vor dem Einstieg in das Flugzeug entladen.

Ein anderer Passagier in dem Flugzeug beschrieb den Vorfall ebenfalls via Twitter. Demzufolge soll der Bodyguard neu und "sehr nervös" gewesen sein. Demnach wollte er seine Waffe entladen, um sie für die Verwahrung im Cockpit vorzubereiten. Der Bundespolizeisprecher sagte: "Wir äußern uns nicht dazu, ob und wie diese Waffen entladen werden und wann und wo sie abgegeben werden."

Quelle: mba/dpa/AFP

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