Panorama

Neustart nach Tebartz-van Elst Limburg hat einen neuen Bischof

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Der Papst vertraut Georg Bätzing das Limburger Bistum an.

(Foto: dpa)

Als "Protz-Bischof" kennt Deutschland Tebartz-van Elst. Nachdem er sich seinen Bischofssitz 31 Millionen Euro kosten ließ, verlor er seinen Posten. Der Papst persönlich ernennt nun seinen Nachfolger.

Gut zwei Jahre nach der Abberufung von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Papst Franziskus einen neuen Oberhirten für das Bistum Limburg ernannt: Georg Bätzing wird der neue Bischof. Bätzing war bisher Trierer Generalvikar. Der 55-Jährige stammt aus dem Westerwald und wurde 1987 in Trier zum Priester geweiht. Er war viele Jahre als Leiter des Priesterseminars für die Priesterausbildung im Bistum Trier zuständig. 2012 leitete er die Heilig-Rock-Wallfahrt und stand seit Ende 2012 Bischof Stephan Ackermann als bischöflicher Generalvikar zur Seite.

Der Limburger Domdekan Günther Geis bezeichnete Bätzing als richtigen Mann für das Bistum. Daher sei er auch vom Domkapitel gewählt worden. "Er ist ein Seelsorger mit Herz und Verstand, mit Organisationstalent und Leitungsstärke, mit Charisma und Bodenständigkeit", erklärte Geis.

Tebartz-van Elst hatte im März 2014 seinen Posten verloren. Er stand wegen der Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes und seiner Amtsführung in der Kritik. Viele hatten seinen Stil als autoritär empfunden.

Die neue Bischofsresidenz auf dem Domberg kostete rund 31 Millionen Euro - ein Vielfaches der ursprünglich geplanten Summe. Dafür muss Tebartz-van Elst aber keine Wiedergutmachung leisten, der Vatikan entschied sich gegen ein entsprechendes kirchenrechtliches Verfahren. Der frühere Bischof von Limburg hat mittlerweile einen Posten im Vatikan, er wurde Delegat im Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung in Rom. Die vorübergehende Leitung des Bistums Limburg hatte Manfred Grothe übernommen.

Quelle: ntv.de, hul/dpa