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Beschwipst im Güterzug Lokführer sichtet blinde Passagiere

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(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Ein Lokführer entdeckt zwei Schwarzfahrer und alarmiert seine Kollegen. Daraufhin stoppt der Güterzug unerwartet in einer niedersächsischen Kleinstadt. Bahnmitarbeiter schnappen einen der Schwarzfahrer, der andere entkommt im Schutz der Dunkelheit.

Zwei blinde Passagiere sind mitten in der Nacht auf einem Güterzug von Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen bis nach Niedersachsen gefahren. Das teilte die Polizei in Bückeburg mit.

Der Lokführer eines entgegenkommenden Zuges auf der Bahnlinie Minden - Bückeburg hatte das Duo auf einem sogenannten Flachwaggon entdeckt und Alarm geschlagen. Als der Güterzug daraufhin einen außerplanmäßigen Stopp im Bahnhof Bückeburg einlegte, konnte einer der Schwarzfahrer in der Dunkelheit entkommen. Der andere Mann wurde von Bahnbediensteten festgehalten.

Der alkoholisierte 36-Jährige und der Geflohene waren nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei in der Nacht zu Samstag gegen 2.00 Uhr in Mönchengladbach auf den Güterzug geklettert. Warum sie dies getan haben und wohin sie wollten, blieb zunächst unklar.

Schwarzfahrer klemmt zwischen Waggons

Zuletzt hatte Ende September ein blinder Passagier der Bahn für Schlagzeilen gesorgt. Der 59-Jährige war auf einem lebensgefährlichen Außen-Stehplatz mit dem ICE von Bielefeld rund 25 Kilometer weit Richtung Hannover gefahren, bevor der Zug gestoppt wurde. Der Mann hatte sich an den sogenannten Faltenbalg zwischen zwei Waggons geklammert und mit den Füßen auf einem kleinen Vorsprung abgestützt.

Der Mann hatte zuvor auf dem Bahnhof Bielefeld sein Gepäck in den ICE gebracht, den Zug dann aber noch einmal kurz verlassen. Als der ICE für ihn überraschend losfuhr, sprang er zwischen die Waggons und klammerte sich dort fest.

Quelle: n-tv.de, dsi/dpa

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