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Jahre nach seinem Tod "Lonesome George" fliegt zurück nach Hause

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Ab 23. Februar soll das weltberühmte Tier im Galápagos-Nationalpark ausgestellt werden.

(Foto: picture alliance / Christina Hor)

Er war der letzte seiner Art: "Lonesome George". Nun kehrt die Galápagos-Riesenschildkröte von der Insel Pinta in ihre Heimat zurück - als aufwändig präparierter Leichnam.

Fast fünf Jahre nach seinem Tod ist "Lonesome George", die letzte Galápagos-Riesenschildkröte von der Insel Pinta, in seine Heimat zurückgekehrt. Der aufwendig präparierte Körper der legendären Riesenschildkröte traf an Bord einer Militärmaschine in Puerto Ayora, dem größten Ort der zu Ecuador gehörenden Inseln, ein. Ab dem 23. Februar soll "Lonesome George" im Galápagos Nationalpark ausgestellt werden.

"Lonesome George" war 1972 auf der Insel Pinta entdeckt worden und im Juni 2012 gestorben. Er soll rund hundert Jahre alt geworden sein und war der letzte Vertreter der Unterart Chelonoidis abingdoni; alle Versuche, ihn mit Riesenschildkröten anderer Unterarten zu paaren, waren gescheitert. Nach seinem Tod wurde "Lonesome George" von Experten des New Yorker Naturkundemuseums ein Jahr lang präpariert und dort von September 2014 bis Januar 2015 ausgestellt.

Die Galápagos-Inseln zählten 15 Unterarten der Riesenschildkröten, von denen vier inzwischen ausgestorben sind. Die restlichen stehen auf der Liste der gefährdeten Arten. Die isoliert im Pazifik gelegenen Galápagos-Inseln beherbergen weltweit die größte Zahl an endemischen Arten - also Arten, die nur dort vorkommen.

Ein Besuch der Inseln und ihrer einzigartigen Tierwelt im Jahr 1835 inspirierte den britischen Wissenschaftler Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie. Seit 1979 gehört die Inselgruppe dem Unesco-Weltnaturerbe an.

Quelle: n-tv.de, vni/AFP

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