Panorama

Seltenes aus Tengelmann-Nachlass Lübeck-Briefmarken kosten ab 80.000 Euro

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Die historischen Marken stammen aus dem Nachlass des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hobbysammler müssten dafür wohl tief in die Tasche greifen: Ein Auktionshaus in Wiesbaden versteigert einen Brief, frankiert mit gleich fünf historischen Briefmarken der Hansestadt Lübeck. Startgebot für die rund 180 Jahre alten Sammlerstücke: 80.000 Euro.

Bei einer Auktion historischer Briefmarken in Wiesbaden kommt am Samstag auch eine Seltenheit in der Welt der Briefmarkenkunde aus Lübeck unter den Hammer. Es handelt sich um einen Brief mit fünf 1/2-Schilling-Marken aus dem Jahr 1859. Das sei die größte gestempelte Einheit der ersten Markenausgabe von Lübeck, sagte ein Sprecher des Auktionshauses Heinrich Köhler. Die damals noch eigenständige Freie und Hansestadt Lübeck hatte am 1. Januar 1859 die ersten Briefmarken herausgegeben.

Der Brief ist mit einem aus fünf Marken zu je einem halben Schilling bestehenden Streifen frankiert. Insgesamt gab es in dieser ersten Serie fünf verschiedene Marken mit Werten zwischen einem halben und vier Schillingen. Das Startgebot für den Brief liegt nach Angaben des Sprechers bei 80.000 Euro. Weitere Highlights der Auktion sind nach Angaben des Auktionshauses ein Brief an den rumänischen König Carol (1839-1914) aus dem Großherzogtum Baden mit einem Startgebot von 100.000 Euro sowie ein Bogen mit einem Farbfehldruck der 1/2-Neugroschen-Marken aus Sachsen.

Hier liegt das Startgebot den Angaben zufolge bei 80.000 Euro. Alle Marken stammen aus der Sammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub (1932-2018). Er hatte sich nach Angaben des Auktionshauses unter anderem auf die Altdeutschland-Philatelie spezialisiert. Dieses Sammelgebiet umfasst Postwertzeichen der ehemaligen deutschen Staaten, die vor der Gründung der Reichspost im Jahr 1871 eigene Posthoheit besaßen.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa

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