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Staatsanwaltschaft ermitteltMann zwei Monate nach Tigerangriff in Sachsen gestorben

14.07.2026, 13:18 Uhr
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Die Raubkatze war aus ihrem Gehege in Schkeuditz entkommen und wurde später von der Polizei erlegt. (Foto: IMAGO/EHL Media)

Mitte Mai entkommt ein Tiger in Sachsen aus dem Gehege und verletzt einen 72-Jährigen. Nun stirbt der Mann, die Staatsanwaltschaft lässt den Leichnam obduzieren.

Ein 72-Jähriger, der im Mai von einem ausgebrochenen Tiger in Sachsen attackiert worden war, ist gestorben. Wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte, starb der Mann bereits am Freitag. Er war am 17. Mai auf dem Gelände einer privaten Tigerhaltung im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig von einem entlaufenen Raubtier angegriffen und schwer verletzt worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen und ordnete eine Obduktion des Leichnams an. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Der entlaufene Tiger war von alarmierten Einsatzkräften der Polizei erschossen worden, nachdem sie ihn an einer Gartenanlage in Dölzig entdeckt hatten. Medienberichten zufolge handelt es sich bei der Halterin um eine frühere Zirkusdompteurin, deren Betrieb schon länger umstritten ist.

Der 72-Jährige hielt sich nach damaligen Polizeiangaben "berechtigt" im Gehege auf. Nach dem Angriff wurde der Schwerverletzte mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Er befand sich seitdem laut Staatsanwaltschaft ununterbrochen in stationärer Behandlung.

Bereits Anfang April war die Besitzerin der Tiger nach Angaben des Landratsamts Nordsachsen aufgefordert worden, die Haltungsbedingungen zu verbessern. Da sie den Vorgaben nicht wie verlangt bis Ende Juni nachkam, wurden ihr sechs der acht verbliebenen Tiger aus Tierschutzgründen weggenommen. Die Anlage bietet nach Behördenangaben aktuell nur Platz für zwei Tiere.

Die sechs Tiger wurden inzwischen in eine Auffangstation der Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection nach Spanien gebracht. Dort leben sie in einem Außengehege von 3000 Quadratmetern. Der Vorfall in Sachsen löste auch eine Debatte um schärfere Vorgaben zur Privathaltung von Raubtieren aus.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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