Panorama

RTL/ntv Trendbarometer Mehr Impfgegner, aber auch mehr Impfwillige

75733961b08113927b0c585728c68674.jpg

In einem Krankenhaus in der Stadt Manchester in den USA kommt der Impfstoff vom Weihnachtsmann.

(Foto: dpa)

SPD-Anhänger wollen sich besonders häufig impfen lassen, AfD-Anhänger besonders wenig. Eine große Mehrheit hat zudem Verständnis dafür, dass die europäische Arzneimittelbehörde langsamer prüft als die Behörden in den USA und Großbritannien.

Knapp die Hälfte der Deutschen will sich so schnell wie möglich gegen Covid-19 impfen lassen. Das ergab ein aktuelles Trendbarometer von ntv und RTL, das von Forsa erhoben wurde.

Demnach sagen 47 Prozent, sie würden sich impfen lassen, sobald sie die Möglichkeit dazu haben. 40 Prozent wollen lieber erst einmal abwarten. 11 Prozent wollen sich gar nicht impfen lassen.

Der Anteil der Impfgegner ist im Vergleich zur Umfrage vor einer Woche damit gestiegen. Damals sagten 7 Prozent, sie wollten sich nicht impfen lassen. Zugleich stieg der Anteil jener, die sich schnellstmöglich impfen lassen wollen; vor einer Woche waren es 43 Prozent.

Je älter die Befragten sind, desto häufiger sagen sie, dass sie sich impfen lassen wollen. So beträgt der Anteil der Impfwilligen in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen 37 Prozent, in der Gruppe der über 60-Jährigen dagegen 58 Prozent. Mit 16 Prozent gibt es die meisten Impfgegner in der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen.

SPD-Anhänger wollen sich besonders häufig impfen lassen, AfD-Anhänger besonders wenig. Unter den SPD-Anhängern sagen 60 Prozent, sie wollten sich so schnell wie möglich gegen Covid-19 impfen lassen. Unter den Anhängern der Grünen sind es 51 Prozent, gefolgt von den Anhängern der FDP mit 50 Prozent. Rasch impfen lassen wollen sich auch 48 Prozent der Linken-Anhänger und 47 Prozent der Anhänger von CDU und CSU. Nur 21 Prozent der AfD-Anhänger wollen sich schnellstmöglich impfen lassen.

Dagegen sagen 37 Prozent der AfD-Anhänger, sie würden sich nicht impfen lassen. Unter den Linken-Anhängern sind es 15 Prozent. Die Anhänger aller anderen Parteien liegen in dieser Frage im einstelligen Bereich (Union 9, Grüne 8, FDP 6, SPD 4).

Eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hat kein Problem damit, dass die europäische Arzneimittelbehörde Ema die Prüfung des Impfstoffs noch nicht abgeschlossen hat, obwohl in anderen Ländern bereits geimpft wird. 80 Prozent sagen, sie hätten Verständnis dafür, dass die Ema sich mehr Zeit nimmt als die entsprechenden Behörden in den USA und Großbritannien. Kein Verständnis haben 16 Prozent.

Für die Umfrage wurden am 15. und 16. Dezember 1004 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3 Prozentpunkten.

Quelle: ntv.de, hvo