Panorama

Vater prügelte Kind tot Mehr als 14 Jahre Haft für Babymord

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archivbild

Das Gericht schickt den Vater nicht nur in Haft, sondern auch in eine Entziehungsanstalt.

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa)

Weil er seinen acht Monate alten Säugling ermordet hat, verurteilt das Landgericht Kempten einen Mann zu einer langen Haftstrafe. Der Richter bezeichnet die Tat in der Urteilsbegründung als "menschenverachtend und brutal". Das Baby starb zwei Tage nach der Attacke.

Ein Vater, der seinen eigenen Sohn ermordet hat, ist vom Landgericht Kempten zu einer Haftstrafe von 14 Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. "In menschenverachtender und brutalster Weise wurde ein Kind zu Tode gebracht", sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte aus niedrigen Beweggründen gehandelt und das Baby qualvoll misshandelt hatte.

Der 22-jährige Deutsche passte im August 2018 in einer Wohnung im bayerischen Kaufbeuren auf seinen Sohn auf. Als das Baby nicht aufhörte zu schreien, schlug er dem Säugling mit der Faust ins Gesicht, schleuderte den Körper mit dem Kopf voran gegen das Gitter des Kinderbetts, schüttelte und biss das Kind. Er habe sich mit den Gewalttaten aber auch an der Mutter, die sich von ihm getrennt hatte, rächen wollen, führte die Staatsanwaltschaft in der Anklage aus.

Der Junge starb zwei Tage später im Krankenhaus an der Folge von Hirnverletzungen. Der Mann ging nach der Tat auf Polizeibeamte los und brach einem die Nase. Der Angeklagte stand während der Taten unter Einfluss von Alkohol und Marihuana. Das Gericht veranlasste eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

Mehr zum Thema