Panorama

Video zeigt Chaos in der ArenaMenschen bei Eishockeyspiel in den USA erschossen

17.02.2026, 10:04 Uhr
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Eltern-versammeln-sich-in-der-Naehe-der-Lynch-Arena-nachdem-in-der-Eissporthalle-Schuesse-gefallen-waren
Eltern versammeln sich nach den Schüssen in der Nähe der Eissporthalle. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Plötzlich bricht Panik auf dem Eis aus, auf den Ersatzbänken ducken sich die Spieler: In den USA fallen während eines Jugend-Eishockeyspiels Schüsse. Mindestens drei Menschen sterben, darunter auch der mutmaßliche Schütze. Bei den Opfern soll es sich um dessen Familienmitglieder handeln.

Bei einem Schusswaffenvorfall während eines Eishockeyspiels an einer weiterführenden Schule in Pawtucket im Nordosten der USA sind nach Polizeiangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter sei ebenfalls tot, drei Menschen seien zudem ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte die Polizeichefin der Gemeinde im US-Bundesstaat Rhode Island, Tina Goncalves. Erste Ermittlungen deuteten auf einen "Familienstreit" hin.

Die Verletzten befinden sich Goncalves zufolge in "kritischem Zustand". Der Vorfall ereignete sich am Montag in der Eishalle Dennis M. Lynch in Pawtucket. Vor der Polizeistation in Pawtucket sagte eine Frau einem lokalen Fernsehsender, dass ihr Vater der Täter sei: "Er hat meine Familie erschossen. Und jetzt ist er tot." Ihr Vater habe mentale Probleme gehabt, sagte sie. Nähere Angaben zu den Toten gab es am späten Abend (Ortszeit) noch nicht. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um eine Transperson handeln. Polizeichefin Goncalves sagte, sie sei behördlich unter einem männlichen Namen bekannt, nutze aber einen weiblichen Namen für sich.

Nach Angaben der Behörden war der Sohn des mutmaßlichen Täters an dem Eishockeyspiel beteiligt. Von den Spielern sei niemand verletzt worden. Die tatverdächtige Person habe sich nach der Tat erschossen, hieß es.

Videoaufnahmen in Onlinediensten, die zunächst nicht von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert werden konnten, zeigen Spieler, Schüler und Zuschauer, wie sie in Deckung gehen und zu fliehen versuchen, während mindestens zwölf Schüsse zu hören sind. "Nach den Schüssen sind meine Teamkollegen und ich direkt in die Umkleide gelaufen", sagte ein Augenzeuge, der sich auf dem Eis befand, als die Schüsse abgefeuert wurden, dem Lokalsender WJAR. "Wir haben uns gegen die Tür gedrückt und versucht, dort unten in Sicherheit zu bleiben."

Waffengewalt ist ein alltägliches Problem in den USA, wo es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. Alle Versuche, das Waffenrecht zu verschärfen, scheiterten bisher an massivem politischen Widerstand insbesondere im rechten Lager und unter anderem der Waffenlobby. Dabei wird auf das in der Verfassung verbriefte Recht jedes US-Bürgers zum Besitz und Tragen einer Waffe verwiesen.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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