Panorama

"Die Stadt gehört uns"Menschliche Köpfe an Touristenstrand in Ecuador aufgetaucht

11.01.2026, 22:49 Uhr
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Die Küstenstadt Puerto López ist ein beliebtes Ziel für Touristen. (Foto: picture alliance / Design Pics)

Das zwischen Kolumbien und Peru gelegene Ecuador hat sich zu einem Transitland für den Drogenhandel entwickelt. In der Touristenregion Puerto López werden fünf abgetrennte Köpfe am Strand gefunden. Ecuadors Regierung hatte zuvor angekündigt, den Kampf gegen Banden zu verschärfen.

Die ecuadorianische Polizei hat mehrere menschliche Köpfe entdeckt, die an einem Touristenstrand zur Schau gestellt waren. In Onlinediensten veröffentlichte Fotos zeigten fünf Köpfe, die mit Seilen an zwei Holzpfosten am Strand von Puerto López im Südwesten des südamerikanischen Landes festgebunden waren. Auf einer Holztafel daneben wurden Bandenmitglieder bedroht, die die vor Ort als "Impfkarten" bekannten Schutzgelder erpressen.

"Die Stadt gehört uns. Wenn ihr weiterhin Fischer ausraubt und Impfkarten verlangt - wir haben euch bereits identifiziert", hieß es darauf. Die Küstenstadt Puerto López ist ein beliebtes Ziel für Touristen zur Beobachtung von Walen. Am selben Strand waren im Dezember mindestens neun Menschen, darunter ein Baby, bei Gewalttaten getötet worden, die die Behörden auf Auseinandersetzungen zwischen örtlichen Banden zurückführten.

Das zwischen Kolumbien und Peru - den beiden weltgrößten Produzenten von Kokain - gelegene Ecuador hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt. Der rechtsgerichtete Präsident Daniel Noboa hat in mehreren Provinzen den Notstand ausgerufen und Truppen zur Bekämpfung der Drogenbanden entsandt, bislang allerdings mit geringem Erfolg. Im Jahr 2025 lag die Mordrate bei 52 pro 100.000 Einwohner, wie Aktivisten zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität mitteilten.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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