Panorama

Droh-Plakate hinterlassen Mexiko: Bewaffnete töten elf Menschen in Bars

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Mexikanische Sicherheitskräfte am Tatort in der Stadt Celaya.

(Foto: REUTERS)

In den vergangenen Jahren entwickelt sich der mexikanische Bundesstaat Guanajuato zu einem Zentrum der Gewalt. Zwei Drogenkartelle konkurrieren in der Region um die Macht. Nun kommen bei einem Angriff auf zwei Bars und ein Hotel in der Stadt Celaya mehrere Menschen ums Leben.

In Mexiko sind bei einem Angriff auf zwei Bars und ein Hotel elf Menschen getötet worden. Sieben Frauen und drei Männer starben nach Polizeiangaben in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) am Tatort in der Stadt Celaya im zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato. Ein weiteres Opfer erlag Medienberichten zufolge später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Die Polizei sei wegen eines Angriffs mit Schusswaffen alarmiert worden, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Bei ihrer Ankunft hätten die Beamten die Toten und zwei Verletzte in den nebeneinanderliegenden Bars gefunden. Auch ein Hotel wurde angegriffen, wie die Zeitung "El Sol del Bajío" meldete. Die Täter hinterließen demnach Plakate mit mutmaßlichen Drohungen des Verbrechersyndikats Santa Rosa de Lima gegen das rivalisierende Kartell Jalisco Nueva Generación. Zudem wurden Brandsätze gegen die Fassaden der Lokale geschleudert.

Der Bundesstaat Guanajuato - ein wohlhabendes industrielles Zentrum - ist zu einer der gewalttätigsten Regionen Mexikos geworden. Die Drogenkartelle Santa Rosa de Lima und Jalisco Nueva Generación stehen sich dort als Rivalen gegenüber. Dabei geht es neben Drogen unter anderem auch um den Schmuggel von gestohlenem Treibstoff. Offiziellen Angaben zufolge steht Guanajuato mit 933 Tötungsdelikten in diesem Jahr an zweiter Stelle der 32 Regionen Mexikos.

2021 wurden in Mexiko im Schnitt 94 Morde pro Tag registriert. Seit Dezember 2006, als die Regierung den umstrittenen Krieg gegen die Drogenbanden startete, sind mehr als 340.000 Morde gezählt worden.

Quelle: ntv.de, jpe/dpe/AFP

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