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Ein Mann in Florida versucht sein Fahrzeug von der Last eines durch "Michael" umgestürzten Baumes zu befreien.
Ein Mann in Florida versucht sein Fahrzeug von der Last eines durch "Michael" umgestürzten Baumes zu befreien.(Foto: AP)
Freitag, 12. Oktober 2018

Wucht überrascht Florida: "Michael" fordert weitere Todesopfer

Hurrikan "Michael" wütet an der Südostküste der USA. Weil der Sturm zwischenzeitlich unerwartet schnell über Florida fegt, können sich viele Menschen nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Mindestens sechs von ihnen sterben, darunter ein Kind.

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Hurrikan "Michael" hat an der Südostküste der USA inzwischen mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei im Bezirk Gadsden in Florida mitteilte, starben in ihrem Bezirk vier Menschen bedingt durch den Sturm. Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, in einem der vier Fälle sei ein Mann gestorben, als ein Baum auf das Dach seines Hauses stürzte. Zu den weiteren drei Fällen wurde zunächst nichts bekannt.

Auch in Georgia und North Carolina kamen durch den Sturm Menschen zu Tode. Der Fernsehsender CNN und die "Washington Post" berichteten unter Berufung auf örtliche Behörden, in North Carolina sei ein Mann in seinem Fahrzeug von einem Baum erschlagen worden. Bei dem sechsten Todesopfer soll es sich um ein elfjähriges Mädchen handeln. Sie wurde von einem Carport getroffen, welches durch den Sturm in die Luft gehoben wurde und durch ein Dach stürzte.

Der Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie 4 war am Mittwoch in der Nähe des Ortes Mexico Beach im Nordwesten Floridas auf Land getroffen. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde hinterließ der Hurrikan eine Schneise der Verwüstung. Ganze Straßenzüge wurden zerstört, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen. Weil "Michael" zunächst unerwartet schnell an Stärke gewann, hatten sich viele Menschen nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Befürchtet wird, dass Rettungskräfte in den Trümmern noch weitere Tote finden könnten. Im Laufe des Tages wurde "Michael" schließlich zum Tropensturm herabgestuft und zog nach Alabama und Georgia weiter, bevor er Kurs auf South und North Carolina nahm.

Hunderttausende Menschen im Südosten der USA waren am Donnerstag weiterhin ohne Strom. US-Präsident Donald Trump erklärte den Katastrophenfall für Florida und rief den Notstand in Georgia aus, um Bundesmittel für die Bundesstaaten freizugeben.

Mitte September hatte der Sturm "Florence" an der Südostküste der USA für schwere Überschwemmungen und Schäden gesorgt, darunter vor allem in Süd- und Nord-Carolina. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben. Vor einem Jahr hatte Hurrikan "Irma" eine Schneise der Zerstörung in Florida geschlagen.

Quelle: n-tv.de