Panorama

Im Zweiten Weltkrieg versenkt Milliardär findet berühmtes Schlachtschiff

Es war die größte Seeschlacht im Zweiten Weltkrieg: Im Oktober 1944 sinkt das japanische Kriegsschiff "Musashi", mehr als 1000 Soldaten sterben. Nun entdeckt Microsoft-Gründer Allen das rostige Wrack.

Der US-Milliardär Paul Allen hat nach eigenen Angaben das Wrack des berühmten japanischen Schlachtschiffs "Musashi" gefunden, das im Zweiten Weltkrieg von der US-Marine in philippinischem Gewässer versenkt wurde. Der Mitbegründer des Softwarekonzerns Microsoft veröffentlichte auf Twitter ein Foto des rostigen Bugs der Kriegsschiffs, der das Chrysanthemen-Wappen des japanischen Kaiserreichs trägt. Auch ein Video zeigt das Wrack. Demnach entdeckte Allens Luxusjacht und Forschungsschiff "M/Y Octopus" das Wrack am Montag in einem Kilometer Tiefe am Grund der Sibuyan-See, einer Meerenge im Zentrum der philippinischen Inseln.

Laut Allens Website fand die ferngesteuerte Sonde Octo ROV die "Musashi". Demnach starben auf dem Schiff 1023 Soldaten, rund die Hälfte der Besatzung. Das Schlachtschiff war am 29. Oktober 1944 am Höhepunkt der Schlacht im Golf von Leyte von US-Flugzeugen bombardiert und versenkt worden.

Die Schlacht, bei dem die US-Marine mit australischen Kriegsschiffen die Japaner besiegte, gilt als größte Seeschlacht des Zweiten Weltkriegs. Dabei wurde auch das Schwesterschiff "Yamato" beschädigt, das ein Jahr später auf dem Weg nach Okinawa von der US-Marine versenkt wurde.

Nach eigenen Angaben suchte Allen seit mehr als acht Jahren nach der "Musashi". Allens Vater diente im Zweiten Weltkrieg, er selbst begeistert sich für historische Militärtechnik. Die "Musashi" galt als eines der schwersten, schlagkräftigsten und am besten gepanzerten Kriegsschiffe, die jemals gebaut wurden.

Auf den Schiffen waren die größten Schiffsgeschütze aller Zeiten verbaut: Kanonen mit einem Kaliber von 46 Zentimetern. Die 1,6 Tonnen schweren Granaten konnten damit bis zu 42 Kilometer weit verschossen werden.

Quelle: ntv.de, ghö/bdk/AFP