Panorama

Plattner beschenkt Potsdam Milliardär plant Museum für DDR-Kunst

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Plattner will dem "Minsk" wieder neues Leben einhauchen.

(Foto: imago/Martin Müller)

Der Mitbegründer der Software-Schmiede SAP, Plattner, ist ein großer Mäzen Potsdams. Zuletzt spendierte er der brandenburgischen Landeshauptstadt mit dem Barberini ein Museum, dessen Ausstellungen Weltrang haben. Nun hat er einen neuen Plan.

Die Stiftung des Software-Milliardärs Hasso Plattner will in Potsdam ein Museum für DDR-Kunst einrichten. Nach dem Barberini wäre es das zweite Museum der Stiftung in der Stadt. Das ehemalige Terrassenrestaurant "Minsk" aus DDR-Zeiten solle dafür saniert werden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Neben dem künftigen Museum soll in Neubauten preiswerter Wohnraum entstehen.

Der Linke-Fraktionschef in der Stadtverordnetenversammlung, Hans-Jürgen Scharfenberg, bestätigte, dass die Stiftung das Areal mit dem verfallenen "Minsk" für 20 Millionen Euro kaufen wolle. "Das ist ein absoluter Glücksfall", sagte Scharfenberg. "Wir haben lange dafür gekämpft, dass das 'Minsk' im Originalzustand erhalten bleibt." Die Stadtverordnetenversammlung wolle noch vor der Kommunalwahl im Mai über den Verkauf an die Stiftung entscheiden.

Das Restaurant "Minsk" war in den 1970er-Jahren eröffnet worden. Lange Zeit war geplant, das verfallene Restaurant am Brauhausberg abzureißen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Abrisspläne erst im vergangenen Jahr gestoppt.

Der 75-jährige Plattner engagiert sich seit Jahren in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Der Universität etwa spendierte er ein nach ihm benanntes Institut für Informatik. 2017 öffnete das von seiner Stiftung finanzierte Museum Barberini, das erst jüngst mit einer Picasso-Schau für weltweite Aufmerksamkeit sorgte. Zudem spendete er eine bedeutende Summe für den Wiederaufbau das Potsdamer Stadtschlosses. Inzwischen ist er Ehrenbürger der Stadt.

Plattner ist Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP. Bis heute steht er dem Aufsichtsrat des Dax-Unternehmens vor.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa