Panorama

Tatverdächtiger festgenommen Mindestens zwei Tote bei Anschlag auf Gay-Club in Oslo

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Polizisten sichern nach dem Anschlag die Straßen rund um den Osloer Club ab.

(Foto: picture alliance/dpa/NTB)

In der norwegischen Hauptstadt Oslo schießt ein Mann unter anderem vor einem Gay-Club um sich. Nach Angaben der Polizei sterben mindestens zwei Menschen, es gibt 19 Verletzte, einige von ihnen schwer. Kurz nach der Tat nimmt die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Derzeit wird seine Wohnung durchsucht.

Nach Angaben der Polizei hat es gegen 1.15 Uhr eine Attacke im Zentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo gegeben. Dabei soll ein Mann vor zwei Clubs und einem Restaurant um sich geschossen haben. Einer der Clubs, der "London Pub", ist ein Treffpunkt Homosexueller. Nach Angaben der Polizei soll es mindestens zwei Tote und 19 Verletzte geben. 14 Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, leicht Verletzte wurden vor Ort notärztlich versorgt.

Die Polizei nahm bereits wenige Minuten nach der Tat einen Tatverdächtigen fest. Dabei soll sie Unterstützung von Zivilisten erhalten haben, schreibt die Lokalzeitung "NRK". Laut Einsatzleiter Tore Barstad geht die Polizei von einem Einzeltäter aus. Die Wohnung des Tatverdächtigen werde derzeit laut diensthabendem Beamten, Roger Hjertø, durchsucht. Der Tatverdächtige sei bisher noch nicht vernommen worden. Daher gäbe es auch noch keine Erkenntnisse zu einem möglichen Motiv. Mittlerweile teilten die Einsatzkräfte mit, dass der Mann bereits polizeibekannt ist. Nähere Angaben machten sie nicht.

Ein Augenzeuge der Tat soll gesagt haben, ein Mann mit einer Tasche habe sich den Clubs genähert, habe eine Waffe herausgeholt und angefangen zu schießen. Die "Dailymail" berichtet unter Berufung auf die Osloer Polizei von bis zu 20 Schüssen, die abgefeuert wurden.

Der Club "London Pub" ist nach eigener Aussage der größte Club für Schwule und Lesben in der Stadt. Der Juni wird international als sogenannter "Pride Month" gefeiert, in dem vor allem Homosexuelle auf ihre Belange und Forderungen aufmerksam machen und ihre Sexualität auf vielen Veranstaltungen feiern. In Oslo sollen die Veranstaltungen am morgigen Sonntag enden, am Samstag soll es eine große Parade geben. Die Polizei und die Organisatoren prüft derzeit, ob die Veranstaltungen am Wochenende gefährdet sind.

Quelle: ntv.de, als

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