"Hör auf zu essen""Miss EM" schmeißt Schönheitswahl

Sie ist "Miss Island" und wurde zur schönsten Frau der Fußball-EM gekürt. Und eigentlich wollte sie sich in Las Vegas den nächsten Titel schnappen. Doch daraus wird nichts - dank eines unverschämten Tipps sagt Arna Ýr Jónsdóttir die Miss-Wahl ab.
Arna Ýr Jónsdóttir, 21 Jahre jung, Isländerin, Modell und zu dick? Keineswegs. Schließlich wählte eine Jury die Blondine im vergangenen Jahr zur schönsten Frau Islands. Mit diesem Titel im Gepäck wollte sie ihr Land bei "Miss Grand International" vertreten. Doch daraus wird nun nichts.
Schuld an der Absage habe der Veranstalter in Las Vegas, wie "Iceland Monitor" berichtete. Dieser ließ Jónsdóttir über einen Sprecher mitteilen: "Hör auf zu frühstücken, iss nur Salat zum Mittag und trink bis zum Wettbewerb jeden Abend Wasser." Besonders unverständlich dabei: Der Veranstalter soll das Modell auf ihre "zusätzlichen Pfunde" hingewiesen haben, weil er sie möge und wolle, dass sie gut abschneide, heißt es in dem Bericht.
Jónsdóttir war bereits seit Oktober in Las Vegas um sich auf ihren Auftritt vorzubereiten. Am Dienstag sollte das Finale der Misswahl stattfinden. Doch diese unverschämte Nachricht ließ die 21-Jährige nicht auf sich sitzen und sagte ihre Teilnahme kurzfristig ab: "Ich werde mir nicht sagen lassen, dass ich zu fett bin", schrieb die Hebamme aus Islands Hauptstadt Reykjavík auf ihrer Facebookseite.
Nachricht für Veranstalter
Für ihre Entscheidung erntete Jónsdóttir viel Zustimmung, für die sie sich umgehend bedankte und verkündete. "Ich werde als Gewinnern und stolze Isländerin nach Hause fahren." Dem Veranstalter antwortete Arna auf "seine lächerliche Nachricht" in einem Brief: "Wenn man einen internationalen Schönheitswettbewerb veranstalten möchte, sollte man internationale Schönheit auch erkennen können."
Noch im Juni diesen Jahres war Jónsdóttir im Europa-Park zur schönsten Frau der Fußball-Europameisterschaft gekürt worden. Sie setzte sich bei dem Schönheitswettbewerb gegen 23 Konkurrentinnen aus den EM-Teilnehmerländern durch.